Alltägliche Szenen gekonnt gezeichnet im Karmelitinnenkloster

Von: hal
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Sie haben farbenfrohe Bilder mit Farbstiften gezeichnet (v.l.): Christine Hütter, Theo Wergen und Franz Eisenführ. Foto: G. Halili

Stolberg-Zweifall. Es sind Porträts, Familienbilder, Erinnerungen oder alltägliche Szenen, die den Betrachter vom ersten Augenblick an fesseln. Es sind kleine Geschichten, die erzählt werden. Zurzeit werden die Zeichnungen und Malereien von Christine Hütter, Franz Eisenführ und Theo Wergen in Zweifall im Karmelitinnenkloster „Maria Königin“ausgestellt.

Die Vernissage der Künstler, die aus Roetgen, Aachen und Zweifall stammen, lockte an diesem Sonntag zahlreiche Kunstinteressierte in den ehemaligen Gebetsraum der geistlichen Einrichtung. Gerlinde Zantis, eine Künstlerin aus Eschweiler, hielt die Laudatio für die drei Protagonisten. Bei einem von ihr geleiteten Kunstkurs haben sich die Ausstellenden vor Jahren kennengelernt.

Viele Gemeinsamkeiten

Ins rechte Bild gesetzt finden sich nicht nur Menschen, die den Künstlern wirklich bekannt sind. In Szene gesetzt werden auch Personen, denen sie flüchtig begegnet sind oder die sie still beobachtet und dabei eingefangen haben. In einigen Werken haben sich die drei Kunstschaffenden zudem selbst gekonnt dargestellt.

Bei den drei Künstlern gibt es auf den „ersten“ Blick viele Gemeinsamkeiten zu entdecken. Die Porträts verfolgen sichtlich einen witzigen und leicht ironischen Ansatz, während das Thema Landschaft eine gewisse Ruhe und Stille auf den Betrachter ausstrahlt.

Auf den „zweiten“ Blick wird die jeweilige eigene künstlerische Note deutlich. Die Zeichnungen der Lehrerin Christine Hütter aus Roetgen, die bereits seit 1997 ihr Hobby fürs Zeichnen entdeckte, lassen den Betrachter in die Vergangenheit abschweifen. Es ist fast so, als würde man ein altes Fotoalbum aufschlagen, das sich hier in Großformat zeigt.

In Schwarz-Weiß mit sämtlichen Grauabstufungen, die der Bleistift produzieren kann, den Farbstift reduziert eingesetzt, mit schärferen Konturen in starken Hell-Dunkel-Kon­trasten und idealisierter Komposition, entstehen ihre Zeichnungen.

Franz Eisenführ, pensionierter Professor aus Aachen, besuchte vor vielen Jahren einen Kunstkurs bei Gerlinde Zantis und entdeckte so sein neues Hobby, die Malerei. Die Szenen seiner Bilder sind selten inszeniert. Dargestellt finden sich Augenblicke, die jeder kennt, aber schnell wieder vergisst, da sie meist banal und unbedeutend sind.

Das sind die Episoden die ihn inspirieren und reizen und damit den Bildern eine besondere Linie geben. Die Bilder leuchten in farbenfrohen Pastellfarben. Die Farbstiftzeichnungen sollen damit den Betrachter wachrütteln.

Der aus Zweifall stammende Theo Wergen rennt! Er rennt in seinem Bild „Marathon“. Der Hobbykünstler rennt jedoch nicht nur in seinen Bildern, denn er zeichnet und malt, wann immer es ihm möglich ist. In seinen Großformaten finden sich viel Witz und Spaß. Alles, was ihn bewegt und berührt, wird hier festgehalten. Ruhiger geht es in seinen Landschaftsbildern zu.

Zunächst gediegen durch sämtliche Grauabstufungen, findet sich dann irgendwo im Bild ein „Eyecatcher“, ein Hingucker. Ein auffälliges Rot findet sich in vielen landschaftlichen Bildern und weckt damit einmal mehr die Aufmerksamkeit.

Die Ausstellung bietet dem kreativen Auge eine vielfältige Palette an Zeichnungen und Malereien. Alle drei Künstler haben bereits mehrere Gemeinschaftsausstellungen wahrgenommen. Die nächste Ausstellung soll im Zinkhütter Hof stattfinden.

Bis zum 4. Mai kann die Ausstellung im Rahmen der Reihe Kunst und Kultur im Kloster, Klosterstraße 4 in Zweifall, täglich von 9 bis 17 Uhr besucht werden.

 

 

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