Alle Kinderkrankheiten und auch die Pubertät gut überstanden

Von: dim
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Einstige Frühgeborene unterhalten die Gäste. Foto: D. Müller

Stolberg. „Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Mitglieder“ – die Reihenfolge, in der Dr. Volker Siller die Begrüßung sprach, war bezeichnend. „Heute ist ein schöner Tag, denn Menschenskind hat Geburtstag“, fuhr der Vorsitzende des Stolberger Vereins zur Förderung der Betreuung und Beratung kranker Kinder und ihrer Familien fort.

Analog zu den frühen Phasen des Menschenlebens sagte Siller, Menschenskind habe als Verein sowohl die Kinderkrankheiten, als auch die Pubertät gut überstanden. Sehr viele Freunde des gemeinnützigen Vereins waren gekommen, um das 20-jährige Bestehen von Menschenskind zu feiern. Darunter auch 20 einst frühgeborene Kinder, die eindeutig die Höhepunkte zum Programm des Jubiläums beitrugen. Die ehemaligen „Frühchen“, heute im Alter von 1 bis 20 Jahren, stellten sich vor, musizierten, tanzten oder präsentierten Akrobatik auf dem Kinder-Rollator und erhielten dafür lautstarken Applaus.

Der Chefarzt der Stolberger Kinderklinik, Dr. Heiner Kentrup, sprach Glückwünsche aus und dankte „dem Motor des Vereins“: Siller. Dem schlossen sich in ihren Grußworten die stellvertretende Bürgermeisterin Hildegard Nießen und Hans Mülders, Aufsichtsratsvorsitzender des Bethlehem-Gesundheitszentrums, an: „Machen Sie weiter, bleiben Sie so, wie Sie sind, denn es ist für die Kinder“, richtete Mülders das Wort an Siller und den gesamten Verein.

Dr. Angela Kribs aus Köln hielt einen Fachvortrag zum Thema Primärversorgung kleinster Frühgeborener im Kreißsaal, und Stadtbrandinspektor Toni Sturz erinnerte in seinem Vortrag „14 Jahre Sindbad in Stolberg“ an die Geschichte des Kinderrettungswagens, den Menschenskind dank vieler Spenden anschaffen konnte.

Die Geschichte von Anton ließ Professor Dr. Rolf Mertens Revue passieren: Bereits im Gründungsjahr 1993 hatte Menschenskind mit dem Förderkreis für krebskranke Kinder in Aachen mehr als 70.000 D-Mark sammeln können, um dem zweijährigen Jungen mit beidseitig bösartigen Nierentumoren zu helfen. Anton wurde mit seiner schwangeren Mutter von Zagreb nach Stolberg gebracht. Nach sechswöchiger Chemotherapie wurde Anton erfolgreich operiert und nach elf Monaten kehrte er mit seiner Mutter und seinem gesund geborenen Bruder Goran zurück in die Heimat.

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