Alexander Schrumpf mit erfolgreichem Workshop für Jungdetektive

Von: Lara Glantschnig
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Wie die Profis: Kinder durften sich in einem Kurs in der Stadtbücherei als Detektive ausprobieren. Der „Tatort“ wurde vorab präpariert. Foto: L. Glantschnig
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Alexander Schrumpf zeigte den Teilnehmern, wie man den Abdruck eines Schuhs mithilfe von Gips herstellen kann.

Stolberg. Dienstagvormittag lockte es sämtliche Jungdetektive zwischen acht und zwölf Jahren in die Stolberger Stadtbücherei. Dort war nämlich der richtige Detektiv Alexander Schrumpf aus der Detektei Adler in Wiesbaden zu Gast, welcher den Kindern ausführlich und altersgerecht erklärte, was so ein Detektiv denn nun wirklich macht, denn was das Fernsehen zeigt, sei meist übertrieben.

Begonnen hat der Detektiv-Workshop mit einer kleinen Vorstellungsrunde, bei der die Kinder dem Detektiv bereits alle möglichen Fragen stellen konnten. Hierbei machte Schrumpf deutlich, dass er diesmal kein Lehrer, wie sonst an der Zentralstelle zur Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD) sei, sondern mit den Kindern ein Team bilden möchte. Sein Ziel sei es, jedes Kind zu einem Junior-Mitarbeiter der Detektei Adler auszubilden.

Nach einer kleinen fachlichen Einführung, in der die Kinder beispielsweise erfuhren, dass ein Detektiv über keinerlei Sonderrechte verfügt, ging es auch schon mit der Untersuchung des „Tatorts“ los. Dieser wurde von Schrumpf bereits vor Beginn des Workshops vorbereitet. Besonders wichtig war hierbei, die Spuren am Tatort nicht zu verwischen oder zu verfälschen. Eine Teilnehmerin durfte – ganz stilecht – einen richtigen Spurensicherungsanzug tragen, um die einzelnen Beweisstücke wie Papierchen oder eine Strumpfmaske zu sichern.

Ein Schuhabdruck im Dreck

Auch einen Schuhabdruck konnte man in einer Dreckwanne erkennen, sowie Fingerabdrücke am Fenster, die offenbar vom „Täter“ stammten. Diese mussten selbstverständlich genauer untersucht werden. Schrumpf zeigte den Kindern, wie man den Gips für den Schuhabdruck richtig zusammenrührt und diesen dann sorgfältig in eine Wanne füllt. Die Fingerabdrücke vom Fenster durfte ein Mädchen mit Hilfe von Rußpulver abnehmen, nachdem die verschiedenen Arten von Pinseln und Pulvern, die dazu notwendig sind, vom Profi erklärt wurden.

In einer kurzen Pause nutzte Alexander Schrumpf die Gelegenheit, den zweiten Teil des Vormittags vorzubereiten, während die Kinder in der Bücherei lesen oder spielen konnten. In der zweiten Hälfte teilten sich die neun Kinder dann in drei Gruppen auf, in welchen sie bestimmte Aufgaben selbstständig erfüllen sollten.

Zum einen sollte jede Gruppe eine Liste der benötigten Werkzeuge eines Detektivs erstellen, zum anderen eine Liste mit Detektiven, welche die Kinder bereits kannten. Dabei spielte es keine Rolle, ob diese aus dem Fernsehen, aus Büchern oder aus dem echten Leben bekannt waren. Anschließend wurden die Papierchen vom Tatort ein weiteres Mal aufgegriffen und ausgewertet: Auf ihnen war eine Botschaft zu finden. Jedoch konnte keine Gruppe erkennen, was auf dem Zettel stand, da es sich um eine sogenannte Substitutionsgeheimschrift handelte, bei der Buchstaben einfach mit Zeichen oder anderen Buchstaben ersetzt werden.

Nach Entziffern der Botschaft wussten die Kinder, dass sie nun nach der Person suchen mussten, von der der bereits gesicherte Schuhabdruck stammte. Nachdem die gesuchte Person, eine Mitarbeiterin der Bücherei, anhand der Spurensicherung nun überführt werden konnte und auch geständig war, erhielt jedes Kind als Belohnung einen Junior-Detektiv-Ausweis mit individuellem Foto, welchen sich die aufmerksamen Kinder, die Spaß und Interesse zeigten, auch verdient hatten.

Workshopleiter Alex Schrumpf, welcher bereits seit 23 Jahren als geprüfter Detektiv aktiv ist, war am Dienstag das erste Mal mit seinem bunten Programm für Kinder in Stolberg. Er besucht nicht nur Bibliotheken, sondern auch Schulen, Kitas und Vereine. Er gestaltet auch private Geburtstagsfeiern, bei denen er das originale Equipment benutzt, welches auch beispielsweise die Polizei bei ihren Einsätzen verwendet. Weitere Informationen gibt es auf seiner Homepage www.junior-detektiv.de.

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