Stolberg - Akute Sturzgefahr auf dem Gehweg in Büsbach

Akute Sturzgefahr auf dem Gehweg in Büsbach

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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Die Gehwegplatten wurden am Montag an verschiedenen Stellen aufgehoben, um den Untergrund zu untersuchen. Die Platten gleich vor dem Geschäftseingang liegen auf einem Gemisch aus Sand, Kies und Beton. Andere gleich nebenan liegen nur in Sand, wieder andere nur in Beton. Foto: O.Hansen

Stolberg. Warum es auf dem Gehweg vor den Geschäften an der Konrad-Adenauer-Straße/Ecke Bischofstraße zuletzt zu Unfällen mit Verletzungen kam, scheint geklärt. Mitarbeiter des Tiefbauamtes nahmen am Montag einige der Gehwegplatten auf und untersuchten den Untergrund. Das Ergebnis: Das Material auf dem Bürgersteig ist nicht mehr in einem gleichmäßigen Bett verlegt.

Fast jede Platte liegt auf einem anderen Untergrundmaterial. Mit der Folge, dass sich der eine Stein bei Regen oder Frost anhebt, der daneben nicht. Es entstehen Stolperfallen!

An besagter Stelle sind schon zwei Menschen böse gestürzt. Eine Frau ist beim Verlassen des Geschäftes auf dem unebenen Belag zu Boden gegangen und hat sich dabei die Schulter gebrochen. Einer anderen Dame wurde der Bordstein zum Verhängnis, der sich ungeplant abgesenkt hatte. „Die Leute, die zu den Geschäften wollen, gucken natürlich Richtung Schaufenster und nicht auf den Boden“, weiß Klaus F. Kratz, der die Gefahrenstelle bei der Stadt angezeigt hatte. Als Fachmann für Baustellensicherheit weist Kratz darauf hin, dass ein Höhenunterschied von mehr 1,5 Zentimetern auf dem Boden rasch zu Stürzen führen kann.

Unfachmännisch verlegt

Am Montag zogen städtische Mitarbeiter eine unerfreuliche Bilanz. Die Gehwegplatten sind unfachmännisch verlegt, die Rinnsteine zur Straße hin sind abgesackt oder auch um mehrere Zentimeter hoch gekommen. Im Teer auf dem Parkstreifen neben dem Bürgersteig klaffen tiefe Löcher. Der Gehweg ist an dieser Stelle zuletzt zigfach aufgerissen und wieder geschlossen worden. Hier wurden Fernsehkabel, Gasleitungen und neue Wasserrohre verlegt. Immer wenn eine Firma mit den Arbeiten fertig war und die Platten wieder verlegt hatte, kam das nächste Unternehmen, um den Belag wieder zu öffnen. Beim Verschließen der Baustelle wurden die Gehwegplatten teils nur in Sand verlegt, teils wurde eine Estrichschicht darunter verlegt, teils beides. Ursprünglich lagen die Platten in Beton.

Arbeitsweisen, die heute offenbar nicht mehr angesagt sind. Kratz: „Die Platten werden heute in einem Splitt-Sand-Gemisch verlegt. Darunter ist spezieller, wasserdurchlässiger Beton. Und die Platten sind statt vier inzwischen acht Zentimeter dick.“

Ob die Stadt die Unternehmen, die ihre Versorgungsleitungen an dieser Stelle verlegt und offenbar die Gräben im Boden nicht ordnungsgemäß geschlossen haben, regresspflichtig machen kann, ist noch offen. Die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung, die sich die Lage am Montag ebenfalls vor Ort anschaute, wollte sich zum schwebenden Verfahren nicht äußern.

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