Afrika trifft Stolberg goes France

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„Mutter und Kind”: Jems Robert KokoBi stellt in Vicht seine Skulpturen aus zu „Stolberg goes France”.

Stolberg-Vicht. „. Stolberg goes France” und der Europäische Kunsthof Vicht zeigt Skulpturen von Jems Robert KokoBi. Er ist kein Neuling in Stolberg und der Region. Angelika Kühnen hat dafür gesorgt, dass man ihn und seine Arbeiten schon an zahlreichen Plätzen und in diversen Ausstellungen sehen konnte. Der Künstler ist ein afrikanisch-stämmiger Francofone, 1966 in Sinfra an der Elfenbeinküste geboren.

Von Kindheit an hat er sich ausgiebig mit Kunst beschäftigt. Allerdings entstammt Jems KokoBi nicht traditionell einer Maskenschnitzer-Familie. Seine Beharrlichkeit und sein großes Interesse, mit Holz zu arbeiten, überzeugten aber die Verantwortlichen seiner Gemeinde. Der Weg für Jems KokoBi war damit frei. Er hatte die Erlaubnis der Ältesten, mit Holz zu arbeiten. Nach einem abgeschlossenen Lehramts-Studium in Abidjan zog es ihn nach Europa.

Er war begierig, als afrikanischer Künstler in Deutschland zu studieren. Mit einem Stipendium ging er an die Düsseldorfer Kunstakademie und schloss als Meisterschüler bei Prof. Klaus Rinke sein Studium im Jahr 2000 ab.

Noch während seiner Studienzeit entdeckte ihn dort Angelika Kühnen, die ihn seither in das ständige Ausstellungsprogramm des Kunsthofes genommen hat und Jems KokoBi damit bis heute fördert. Der Erfolg gibt ihr Recht. Mittlerweile wurde der junge Künstler schon mehrfach bei den wichtigsten afrikanischen Ausstellungen mit Preisen bedacht. Er zählt zu den bedeutenden lebenden Künstlern des Kontinents. Dem Kunsthof ist KokoBi treu geblieben. Er liefert immer wieder mal neue Arbeiten ab und genießt dabei die Tage in Stolberg.

Eigentlich sollte Jems Robert KokoBi an diesem Wochenende eine Performance im Kunsthof anlässlich Stolberg goes France aufführen. Jedoch ist er mit mehreren Aktivitäten im Ruhrgebiet bei der „Ruhr 2010 - Kulturhauptstadt Europas” beschäftigt, die seine ganze Konzentration benötigen.

Zur heutigen Eröffnung der Ausstellung um 16 Uhr, die in dieser Art nur an diesem Wochenende zu sehen ist, hält der Journalist Bernd Groten eine kleine Ansprache und trägt dabei auf Wunsch des Künstlers dessen „Manifest” vor. Sonntag ist der Kupferhof (30646) von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
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