Stolberg - Ärger und Beschwerden über ordnungswidrig parkende Lastzüge

Ärger und Beschwerden über ordnungswidrig parkende Lastzüge

Von: -jül-
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Kein Einzelfall: Zerfurcht ist die Grünanlage an der Landesstraße 238, weil Lkw-Fahrer die Seitenstreifen als Abstellplatz für ihren Sattelzug missbrauchen. An vielen Stellen leidet auch die Substanz von Pkw-Stellplätzen und Gehwegen unter der Last der Brummis. Foto: J. Lange

Stolberg. Das Problem ist so alt wie das Transportgewerbe, gewinnt aber zunehmend an Dramatik aufgrund steigender Verkehrsmengen und verdichteter Bebauung. Wo können Lkw-Fahrer ihre Brummis im Stadtgebiet ordnungsgemäß abstellen, wenn sie eine Lenkpause einlegen möchten oder müssen?

Da es in der Kupferstadt nahezu keine ausgewiesenen Parkplätze für Schwerlastverkehr gibt, halten viele Lkw-Fahrer eben da, wo sich rechtzeitig Platz für ihr Gespann bietet. Der Parkplatz Krautlade ist eine derartige Stelle ebenso wie die Seitenstreifen entlang der Landesstraße – beispielsweise an der Eschweiler-, Rhenaniastraße oder dem Lehmkaulweg. Übers Wochenende wird auch die Steinbachstraße in Höhe der Kali-Halde zu einem Lkw-Parkplatz. Dort überbrücken die Trucker nach langer Anreise dann die Zeit, bis ihr als Ziel angestrebtes Werk öffnet.

Die Medaille hat mehrere Seiten: Seitenstreifen, Gehwege und die meisten Parkplätze sind nicht für eine Belastung durch Schwerlastverkehr ausgelegt; ihre Bausubstanz leidet, und Grünanlagen werden in Mitleidenschaft gezogen. Und für die Fahrer fehlen am Kupferstädter Straßenrand in der Regel Sozialräume. Die Notdurft wird am Straßenrand verrichtet, Müll bleibt bei der Weiterfahrt zurück – Anwohner beschweren sich immer häufiger bei der Stadt.

Immer wieder hat es in den vergangenen Jahren unterschiedliche Anläufe aus der Stolberger Politik gegeben, um dem Thema beikommen zu können. Ein wirkliches Rezept konnten Stadtverwaltung und Landesbetrieb bislang nicht finden. Als Lösung blieb zumeist immer nur die „Operation Hinkelstein“: Mit Findlingen oder anderen großen Gesteinsbrocken wurden beliebte Lkw-Parkreviere abgesperrt. Etwa entlang der L 236 am Atscher Dreieck.

Auch die beiden Parkplätze an Aachener Straße (L 220) ins Gedautal wurden so versperrt. Dort waren aber nicht parkende Lastwagen das Problem, sondern wenig verantwortungsvolle Zeitgenossen, die die ruhigen und wenig einsehbaren Stellplätze in Müllhalden verwandelt hatten.

Aber die Suche der Verwaltung nach Plätzen, auf denen die Brummi-Fahrer willkommen sein könnten, blieb bislang erfolglos. Während nach jahrelanger Recherche mit der Wiese hinter der Villa des Museums Zinkhütter Hof zumindest ein potenzieller Stellplatz für Wohnmobil-Touristen erkannt wurde, der dann am Veto des Denkmalschutzes scheiterte, sind einfach keinerlei öffentliche Flächen entlang der Hauptstraßen vorhanden, die für Lkw genutzt werden könnten.

Nun unternimmt die CDU-Fraktion einen erneuten Vorstoß, die Verwaltung mit der Suche nach Alternativen zu beauftragen. Im Verlauf der L 238 soll dazu auch mit privaten Eigentümern gesprochen sowie Kontakt zu den Nachbarkommunen zwecks Absprache aufgenommen werden. Eine private Initiative, einen Autorasthof mit Service in der Kupferstadt zu etablieren, gibt‘s bislang nicht.

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