Abschlusskonzert der Weihnachtszeit: Gesänge und Töne öffnen Herzen

Von: mlo
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Strahlende Gesichter nach ausdrucksstarken Interpretationen unterschiedlicher Werke von der Barockzeit bis zur Moderne (vorne links vor dem Orchester): Jens Beißel, Dieter Beißel und Franz Körfer, rechts das Solistenquartett mit Dr. Verena Fritz (Sopran), Dr. Marion Esser (Alt), Walter Drees (Tenor) und Erik Schmidt (Bass). Foto: M.L. Otten

Stolberg-Büsbach. Traditionell bestritten die Kirchenchöre St. Markus Mausbach, St. Hubertus Büsbach und die Musikalische Gesellschaft Breinig zum Jahreswechsel das Abschlusskonzert der Weihnachtszeit in der voll besetzten Büsbacher Pfarrkirche.

Auf dem Programm standen Chorsätze und Werke von der Barockzeit bis zur Moderne sowie drei Weihnachtslieder, die mit der Gemeinde gesungen wurden. Der 70 Personen starke Gemeinschaftschor sang mit großem Einfühlungsvermögen klangschön, homogen und mit den feinen Nuancen in der Gestaltung.

„Die weihnachtlich-kirchliche Feierstunde am Abend vor dem Dreikönigsfest eröffnet gleichzeitig die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 150. Kirchweihfest von St. Hubertus“, so Pfarrer Jürgen Urth in seiner Begrüßung nach dem kurzen, packenden „Laudate Dominum“ vom Zeitgenossen Christopher Tambling. „Die Christen feiern nicht nur die Geburt Jesu an Weihnachten, sondern auch Gottes Menschwerdung, der nur sinnenhaft und sinnlich zu begegnen ist. Die Gesänge und Töne der Ins­trumente öffnen die Herzen für dieses Geheimnis.“

Nach diesen Worten spielte das Orchester der Musikalischen Gesellschaft unter Leitung von Dieter Beißel und zeigte sein Können mit der Sinfonie Nr. 3 in C-Dur von William Boyce, die frisch und lebendig vorgetragen wurde. Jens Beißel spielte sich als Solist auf der Violine mit dem Largo aus dem Winter von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ in die Herzen der Zuhörer.

Himmlische Töne gab es mit den Engeln auf den Feldern. Im Wechsel mit der Gemeinde gelang den Kirchenchören in einem Satz von Egidius Fuchs eine innige Interpretation. Bei „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ nach Michael Prätorius gesellte sich das Solistenquartett mit Dr. Verena Fritz (Sopran), Dr. Marion Esser (Alt), Walter Drees (Tenor) und Erik Schmidt (Bass) dazu. Im „Sancta Maria, Mater Dei“ für vier Singstimmen, Streicher und Orgel von Wolfgang Amadeus Mozart zog das Solistenquartett mit den Streichern und Johannes Viehöver an der Orgel alle Register. Der 21-jährige Mozart hatte das Graduale in eigener Sache als Bitte an die Gottesmutter zum Abschied aus dem Vaterhaus vor seiner Reise nach Mannheim komponiert.

Mozarts „Spatzenmesse“

Die Arie „Großer Herr, o starker König“ aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach gehört zu den eindrucksvollsten weihnachtlichen Arien der Musikliteratur. Erik Schmidt sang sehr schön, wenn auch sein Stimmvolumen an manchen Stellen noch nicht ganz ausreichte. Elegant und strahlend erklang die Solotrompete, geblasen von Didier Dont.

Mit „Ihr Völker preist den Herrn“ von Colin Mawby, „O freudenreicher Tag“ von Robert Fuchs, „Alles schien verloren“ von Heinz-Peter Geulen und „Ich steh an deiner Krippen hier“ aus dem Weihnachtsoratorium setzten die Chöre weitere Akzente.

Die „Missa brevis in C-Dur“ aus Mozarts Salzburger Zeit setzte den Schlusspunkt. Den Beinamen „Spatzenmesse“ hat sie wegen einer zwitschernden Vorschlagfigur der Violinen im Sanctus. Unter der Gesamtleitung von Franz Körfer lief das mit Trompeten und Pauken verstärkte Orchester der Musikalischen Gesellschaft zur Hochform auf. Es stützte den Gemeinschaftschor und untermalte in schönem Klang die Ensemblestellen der Solisten. Der große Schlussapplaus war der verdiente Lohn für alle Beteiligten, die als Zugabe mit allen Gästen zusammen „O du fröhliche“ sangen und spielten, wobei der „Überchor“ von Karl Norbert Schmid ein zusätzliches Bonbon darstellte.

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