Abschied von Pater Chidi Emezi

Von: Katharina Menne
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In den vergangenen Jahren hat Pater Chidi Emezi oft die Sonntagsmesse im Kloster Zweifall zelebriert und damit auch die letzte dort verbliebene Schwester Maria Regina unterstützt. Foto: K. Menne

Stolberg-Zweifall. Mit einem bewegenden Gottesdienst hat sich Pater Chidi Emezi von der Gemeinde im Karmelkloster Zweifall verabschiedet. Es waren jedoch keine bedauernden Worte, die bewegten, sondern seine Predigt vom Feuer der Begeisterung, das Jesus in die Welt brachte und das Christen weitertragen sollen – entgegen aller Widerstände.

„Die Welt braucht dringend mitreißende Friedensstifter“, sagte er.

Der nigerianische Seelsorger vom Orden der Spiritaner geht nach rund zehn Jahren zurück in seine Heimat. „Wir sind sehr traurig, dass er uns verlässt“, sagt Schwester Maria Regina, die letzte noch im Kloster lebende Karmelitin. „Wir hoffen, dass der Orden ihn eines Tages zu uns zurückschickt.“ Seit vielen Jahren halten die Patres aus dem Spiritanerkloster in Broichweiden die Sonntagsmessen in Zweifall. Für Pater Chidi findet sich die erste Eintragung im Zelebrationsbuch für den 13. Mai 2007.

Daran, dass die Zweifaller Klosterkirche auch an einem Sonntagmorgen um 8 Uhr gut gefüllt ist, sieht man, dass Pater Chidi sehr geschätzt wird. „Er hat einen anderen Rhythmus reingebracht“, sagt Birgit Zander-Wergen. Mit der ganzen Familie kommt sie seit vielen Jahren regelmäßig her. Ihr Sohn Niklas unterstützt hin und wieder die Orgelspielerin Angela Busari bei der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes mit seinem Schlagzeugspiel.

Auch Hubert Wergen bedauert, dass Pater Chidi Deutschland verlässt. „Er hat immer die passenden Worte gefunden“, sagt er, „und er hat uns all die Jahre sehr gut getan.“ Johann Ehlen spricht davon, dass der Pater ein Freund geworden ist. Und die Umstehenden sagen, dass sie traurig seien, ihn gehen lassen zu müssen.

Seit 2010 war Pater Chidi Regionaloberer des Spiritanerordens in Deutschland, offiziell Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist genannt, und betreute als Seelsorger die englischsprachige afrikanische Gemeinde in der Region Aachen. Er hinterlässt also nicht nur in Zweifall eine Lücke.

Chidi Emezi selbst sieht die Veränderung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Einerseits freue ich mich, dass ich nach Hause gehen darf. Aber andererseits lasse ich hier auch eine neue, liebgewonnene Heimat zurück“, sagt er. „Ich habe eine Beziehung zu der Gemeinde aufgebaut und werde sie vermissen.“

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