Stolberg - Abschied vom Pavillon der Alten Schule

Abschied vom Pavillon der Alten Schule

Von: Lara Glantschnig
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Junge und alte Besucher konnte die Wändes des Pavillons am Sonntag noch nach Lust und Laune verschönern. Jetzt wird das Gebäude allerdings abgerissen. Foto: L. Glantschnig

Stolberg. Seit 1965 stellte der Pavillon an der Alten Schule in Venwegen eine vielseitig nutzbare Räumlichkeit dar. Am Wochenende verabschiedeten sich die Nutzer von dem bekannten Gebäude, denn schon am folgenden Tag kam eine professionelle Abrissfirma, die keinen einzigen Mauerstein noch übrig lassen wird.

Zur letzten Dekorierung des Gebäudes war das ganze Dorf herzlich eingeladen. Jeder sollte sein eigenes kleines individuelles Merkmal hinterlassen können. Ab 17 Uhr kamen denn auch Jung und Alt, um den Pavillon mit bunten Farben zu verschönern.

Früher wurde der Pavillon für Schulzwecke, beispielsweise als Klassenraum, verwendet. Und nachdem der Betrieb der Propst-Grüber-Schule eingestellt wurde, die die Räumlichkeit ebenfalls als Klassenraum nutzen wollte, fungierte der Raum als Tanzraum. Der Venwegener Karnevalsverein, das Kinderballett sowie eine Zumba-Gruppe nutzten den alten Pavillon als Trainingsraum. Nun wird deren Training erst einmal im Bürgerhaus oder in der Alten Schule stattfinden.

Das Ballett hatte bereits vergangenen Dienstag angefangen, die Innenwände des Pavillons künstlerisch zu gestalten, was nun sonntags weitergeführt wurde. „Jeder kann hier mit kreativ gestalten“, so Nicole Schweitzer, Vorsitzende des Vereins der „Alten Schule“. Mit Fingerfarbe, Eddings und Graffitispraydosen hatte jeder die Möglichkeit, sich auf jeglichen Wänden zu verewigen und mitzuhelfen, ein buntes Unikat zu erschaffen, bevor es zerstört wird. Da Wasser-, Strom- und Heizungsanschluss bereits gekappt worden waren, herrschten auch innerhalb des Raumes frostige Minustemperaturen. Jedoch schränkten diese vor allem die Kinder nicht bei der Auslebung ihrer Kreativität ein.

Außerdem konnte man sich durch heißen Tee immer wieder aufwärmen. Auch den aufkommenden Hunger konnte man durch das Buffet, zu dem jeder seinen Teil geleistet hatte, stillen. Als es später doch zu kalt wurde, und auch die Sicht durch die Dämmerung eingeschränkt war, endete die „Abrissparty“ mit einem farbenfrohen Ergebnis, von dem man jedoch im Laufe der nächsten zwei bis drei Wochen nicht mehr viel sehen wird. Auf der selben Fläche soll schließlich ein neuer Pavillon erbaut werden, der ungefähr die selbe Größe haben soll.

Der neue Pavillon, finanziert durch die Stadt Stolberg, soll durch ein Pultdach bedeckt sein. Ebenso soll eine große Fensterfront zum Schulhof hin eingerichtet werden, die man öffnen kann, um den Pavillon im Sommer beispielsweise als Bühne nutzen zu können. Außerdem soll der Eingang anders platziert werden, sodass zwei kleine neue Nebenräume entstehen, welche bei Bedarf als Umkleidekabinen fungieren können. Zum nächsten Venwegener Kartoffelfest im Herbst wird die neue Räumlichkeit, wie zuerst erhofft, wohl kaum fertig werden. Ein durchaus realistischeres Ziel wird das Ende dieses Jahres sein, um den neuen Pavillon dann in vollen Zügen nutzen zu können.

 

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