Stolberg - Abi-Klausur: In Stolberg bleibt der Sturm der Entrüstung aus

Abi-Klausur: In Stolberg bleibt der Sturm der Entrüstung aus

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Vom Wirbel um die vermeintlich zu schwierige und zu kompliziert formulierte Mathematik-Grundkursklausur im nordrhein-westfälischen Zentralabitur 2013 ist Stolberg offenbar verschont geblieben.

Während in den sozialen Netzwerken heftig diskutiert und eben dort auch eine Petition an Schulministerin Sylvia Löhrmann auf den Weg gebracht wurde, berichteten die Leitungen der beiden Stolberger Gymnasien auf Anfrage unserer Zeitung übereinstimmend, dass bei ihnen Ruhe herrsche.

„Ich habe mich bei meiner zuständigen Kollegin noch einmal rückversichert, dass es bei uns keine nennenswerten Probleme gegeben hat“, erklärte Bernd Decker. Zwar sei der Umfang der Klausuraufgaben recht groß und die Zeit für manchem Schüler deshalb etwas knapp bemessen gewesen. „Von Klagen oder gar einem Sturm der Entrüstung kann bei uns aber keine Rede sein“, betonte der Rektor des Goethe-Gymnasiums, der von einer „möglichen Facebook-Histerie“ sprach. „Es ist nicht auszuschließen, dass sich auf diesem Wege eine Dynamik entwickelt hat, die mit dem eigentlich Sachverhalt nicht mehr viel zu tun hat.“

Eine derartige Dynamik gibt es auch am Ritzefeld-Gymnasium nicht. „Die Kollegen haben schon bei der Auswahl des Klausurstoffes festgestellt, dass die Aufgaben ziemlich schwierig waren. Unseren Abiturienten hat das aber offenbar keine übermäßigen Probleme bereitet.

Auf jeden Fall ist es in der Schülerschaft ruhig geblieben“, stellte die stellvertretende Leiterin Gabi Knoth fest. Nicht einschätzen kann sie, inwieweit sich dennoch Schüler des „Ritze“ an den Diskussionen im Netz beteiligen oder auch dem Aufruf folgen, sich am kommenden Dienstag an einer Demonstration vor dem Schulministerium in Düsseldorf zu beteiligen. Ziel der Aktion soll es dem Vernehmen nach sein, eine Neuansetzung der Klausur zu erreichen.

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