Abfallentsorgung: Neue Ära beginnt an gewohnter Stätte in Atsch

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
6840669.jpg
Neue Ära an gewohnter Stätte: Zum Jahresbeginn hat die Regio-Entsorgung mit der Übernahme der Abfallentsorgung in der Kupferstadt auch den Betrieb des Wertstoffhofes an der Hasencleverstraße übernommen.

Stolberg. Es ist der erste Tag einer neuen Ära, und doch läuft alles seinen gewohnten Gang an der Hasencleverstraße in Atsch. Mit dem Raketendonner in der Silvesternacht ist die Aufgabe der Abfallentsorgung in der Kupferstadt komplett auf die Regio-Entsorgung übergegangen.

Die Anstalt öffentlichen Rechts ist damit nicht nur für das Einsammeln und Verwerten des Restmülls sowie der weiteren Abfallfraktionen zuständig, sondern sie hat sich vertraglich verpflichtet, der Kupferstadt einen Wertstoffhof zur Verfügung zu stellen.

Die Regio-Entsorgung ist ihrer Pflicht trotz aller Wirren um diese Recycling-Einrichtung zum Jahresende nachgekommen. Pünktlich um 7.30 Uhr öffnete der Wertstoffhof zum ersten neuen Arbeitstag – wie seit einem halben Dutzend Jahre gewohnt an der Hasencleverstraße. Dort hat sich das kommunal getragene Unternehmen erst einmal bei der Firma Haas eingemietet, um das Angebot in eigener Regie zu betreiben. Übernommen wurde dabei auch der Mitarbeiter, der den Wertstoffhof betreut.

Diese Regelung – ermöglicht durch einer am Vortrag des Heiligabend im Rathaus gefassten Dringlichkeitsentscheidung – gilt erst einmal für das nächste halbe Jahr als Übergangslösung. Denn die Regio-Entsorgung erwägt eine neuerliche Ausschreibung des Angebotes für die Zeit ab 1. Juli 2014. Dies ist aber nur eine Alternative. „Wir möchten jetzt erst einmal unsere eigenen Erfahrungen sammeln“, sagt Ulrich Reuter am Unternehmenssitz in Weisweiler.

Sie könnten einerseits dazu dienen, eine Neuausschreibung vorzubereiten, andererseits aber auch die Regio-Entsorgung überzeugen, den Wertstoffhof weiter in Eigenregie vorzuhalten, möchte der Geschäftsführer dem kommunalen Unternehmen alle Optionen offen halten. Als sicher gilt nur, dass der Stadtrat spätestens im April wissen möchte, wie es in Sachen Wertstoffhof weiter geht. Denn die Stadt hatte bei der Übergabe der Abfallentsorgung an die Regio-Entsorgung ihren Zuschuss zum Betrieb des Wertstoffhofes wie in den Vorjahren auch auf 63.000 Euro gedeckelt.

Stattdessen erbat die Regio-Entsorgung Anfang Dezember von der Stadt 171.360 Euro, weil diese Summe den tatsächlichen Betriebskosten entspreche. Bis dato sei die Anlage von einem Partnerunternehmen des Betreibers aus anderen Leistungen quersubventioniert worden. Diese Mehrkosten wechselte der Stadtrat nicht.

Daraufhin forderte die Regio-Entsorgung vier mögliche Betreiber kurzfristig zu einem Preisangebot auf. Geboten hat jedoch keines der Unternehmen, weil in der Kürze der Zeit ein Angebot nicht kalkuliert werden könne. Somit war die Stadt wieder kurz vor Weihnachten gefordert, eine Entscheidung zu treffen, damit im neuen Jahr die Stolberger weiterhin Grünschnitt und Wertstoffe auf einem Recyclinghof abgeben können – am gewohnten Ort auch in der neuen Ära.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert