Ab sofort redet die Jugend mit

Von: Johannes Mohren
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Auch Patrick Haas, der Vorsitzende des Sozialausschusses, ist optimistisch: „Mit einem Ausschuss im Rücken ist natürlich schon mehr möglich.“ Foto: M. Grobusch

Stolberg. Zwei Jugendparlamentarier haben künftig die Chance, als Sachkundige Bürger dem Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit anzugehören. Das teilte der Vorsitzende des neu formierten Ausschusses, Patrick Haas, den Parlamentariern in ihrer Sitzung mit.

„Wenn es um Generationengerechtigkeit geht, dann müssen – neben den Senioren – doch auch die jungen Leute eine Stimme haben“, betonte Haas. Die Jugendparlamentarier können damit demnächst im Ausschuss beratend tätig werden und eigene, etwa im Parlament gemeinsam erarbeitete, Anträge in das Gremium einbringen.

Begeisterung im Parlament

Im Jugendparlament war man von den Neuigkeiten begeistert. „Dadurch wird das Parlament wirklich Sprachrohr im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist eine neue Qualität, eine echte Lobby für die Jugend. Darauf haben wir lange hingearbeitet“, hob Jugendpfleger Michael Bosseler hervor. Es sei eine große Wertschätzung der geleisteten Arbeit und gebe dem Parlament die Möglichkeit, „inhaltlich noch ganz anders zu arbeiten“.

Auch Haas unterstrich, das der Jugend damit mehr politischer Handlungsspielraum gegeben werde: „Wir werden zwar keinen Freizeitpark mitten in Stolberg errichten können – aber mit einem Ausschuss im Rücken ist natürlich schon mehr möglich.“ Zudem gebe die Ausschusstätigkeit die Möglichkeit, neue Kenntnisse und Einblicke in die Politik zu erhalten.

Entscheidung später

Das Interesse der Jugendparlamentarier war groß – die Entscheidung, wer von ihnen zukünftig als Sachkundiger Bürger dem Ausschuss angehören wird, steht noch aus. Andere wichtige Parlamentsämter werden am 30. September neu besetzt, denn dann findet die konstituierende Sitzung des Jugendparlamentes statt: Ab 17 Uhr werden im Beisein des Bürgermeisters auch die Sprecher des Parlamentes gewählt. Zudem wird sich das Jugendparlament potenziellen Neu-Parlamentariern vorstellen – um die zuvor in Informationsschreiben an Schulen, Vereine und Institutionen noch einmal verstärkt geworben werden soll.

Konzert im Westside und Disco

Die Neu-Mitglieder haben auch gleich die Chance, an der Tagungsfahrt des Parlaments teilzunehmen. Ende Oktober geht es für die Parlamentarier an den Rursee. „Dort gibt es die Möglichkeit, in lockerer, freundschaftlicher Atmosphäre zu schauen, was das Parlament im neuen Jahr so auf die Beine stellen will“, betonte Bosseler. Ein Programmpunkt steht bereits fest: Im Januar soll ein Konzert im Jugendzentrum Westside stattfinden. Ebenso planen die Parlamentarier zu Jahresbeginn die dritte Auflage der Wasserdisco, die vor zwei Wochen rund 50 Jugendliche ins Hallenbad lockte. „Das waren zwar nicht ganz so viele wie beim ersten Mal im Februar, aber das lag auch an den Sommerferien und daran, dass es noch nicht dunkel war. Alle, die da waren, hatten riesigen Spaß“, sagt Parlamentssprecherin Michelle Schäfer und ist sich deshalb sicher, dass die Resonanz in der „dunklen Jahreszeit“ wieder steigt.

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