Ab Oktober mehr Flüchtlinge?

Von: Christoph Hahn
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Stellte ihre Arbeit für und mit Flüchtlingen in einem Referat vor: Astrid Natus-Can. Foto: Ch. Hahn

Stolberg. Viele Hände weben am Netz der Hilfe, am Netz der Hilfe für Flüchtlinge. Vertreter von Hilfsorganisationen, Beratungsstellen und verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, so unter anderem der katholischen Kirche, trafen sich im Ratssaal der Kupferstadt, um dorte ihre (Zusammen-)Arbeit nachhaltiger zu gestalten.

 Die Leitfrage hatte der Leiter des Sozialamtes, Paul Schäfermeier, in seinem Einführungsreferat formuliert: „Wir wollen zusammen überlegen, wie wir Flüchtlinge optimal integrieren können.“

Die Lage, in der der Austausch stattfindet, hatte zuvor in seinem Grußwort Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier formuliert: „Wir sind auf dem Weg in eine neue Phase – der Flüchtlingsstrom ebbt langsam ab.“ Paul Schäfermeier seinerseits schilderte die Situation, in der er und seine Kollegen sich im Juli und August 2015 befunden aben, als die ersten Flüchtlinge der Kommune zugewiesen worden waren: „Da kam die Welle.“

Bei dem Bestreben, den Menschen aus Syrien und anderen Krisengebieten ein Obdach zu verschaffen, sei eines für die Mitarbeiter im Rathaus oberstes Gebot gewesen: „Unser Ziel war es, diie Flüchtlinge dezentral unterzubringen.“

Große Einrichtungen wie am Berufskolleg oder auf dem Areal der Donnerberg-Kaserne seien darum eher die Ausnahme als die Regel gewesen. Auf der Habenseite verbuchte der Amtsleiter zudem die „große Hilfsbereitschaft bei den Bürgern“, „gut vernetzte Institutionen“ an der Seite der Neu-Stolberger. Letzterer Effekt sei dann durch die seit kurzem freigeschaltete Webseite www.stolberghilft.de noch weiter verstärkt worden.

Die momentan entspannte Lage können sich aber auch wieder verschärfen: „Ab Oktober müssen wir wieder mit Zuweisungen rechnen.“ So wie im Sommer 2015 werde sich die Situation aber nicht mehr gestalten: „Das wird nicht mehr so drastisch.“ Damit das auch tatsächlich so wird, setzten Schäfermeier und seine Mitstreiter auf Instrumente wie den Flüchtlingsdialog.

In dessen mittlerem Teil, dem „Markt der Möglichkeiten“, traten die Anwesenden in den Dialog und informierten sich im Gespräch und durch kleine Zettel, auf denen die jeweiligen Angebote kurz vorgestellt wurden.

Etwas ausführlicher taten das Vertreterinnen und Vertreter der kirchlichen Wohlfahrtsverbände und Institutionen: Mitarbeiter von Caritas, Sozialdienst Katholischer Frauen und Helene-Weber-Haus stellten dar, wie sie Flüchtlinge durch 1:1-Beratungen und andere Angebote dabei helfen, sich in Deutschland und damit in Stolberg etwas weniger fremd zu fühlen.

Das Schlusswort übernahmt Dezernent Robert Voigtsberger. Sein Kerngedanke: „Wie schaffen wir es, neu Zugewanderten einen Weg in unsere Gesellschaft zu ermöglichen?“ Wesentliches Instrument sollen dabei „Kümmerer als Bindeglied zwischen Flüchtlingen und Bevölkerung“ werden. Am Ende könne dann vielleicht ein irisches Sprichwort Wirklichkeit werden, hofft der Beigeordnete: „Ein Fremder ist ein Freund, den man bloß noch nicht kennt.“ Mehr dazu im Internet: www.stolberghilft.de

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