Ab 10 Uhr wird am Samstag gegen Neonnazis protestiert

Von: gro
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Stolberg. Die Lage ist - wie in jedem Jahr - im Vorfeld relativ unübersichtlich. Offen ist bis dato beispielsweise, wieviele Neonazis dem Aufruf zur Teilnahme am „Trauermarsch” folgen werden.

Klar ist nur, dass sich die braune Horde am Mittag am Euregiobahn-Haltepunkt „Schneidmühle” einfinden und von dort zur Birkengangstraße marschieren will.

Derweil steht das Programm für den friedlichen Protest in der Innenstadt. Das Stolberger „Bündnis gegen Radikalismus” lädt für 12 Uhr auf den Kaiserplatz ein, wo mit Musik und Redebeiträgen der Auftakt markiert wird zu der Aktion, der Titel zugleich Programm ist: „Gemeinsam auf die Straße für ein nazifreies Stolberg”.

Dazu gehört auch ein Demonstrationszug vom Rathaus bis zum Mühlener Markt, wo die Vereinigung der türkischen mittelständischen Betriebe (Side) eine Kundgebung abhält und zu einem Fest der Begegnung einlädt.

Auf dem Kaiserplatz spielen derweil ab 16 Uhr mehrere Schülerbands. Die Abschlusskundgebung des Bündnisses wiederum findet auf dem Jordansplatz statt. Die genaue Zeit dürfte sich aus dem Ablauf der Veranstaltung ergeben. Eine offizielle Angabe gibt es nicht.

Für eine tolerante Gesellschaft

Durchaus offiziell und dazu noch (welt-)rekordverdächtig ist das Protestbanner, dass in den vergangenen Wochen unter Beteiligung vieler Freiwilliger angefertigt und zusammengenäht worden ist. Es soll als farbenfrohes Zeichen gegen Rechts Signalwirkung haben und zugleich die Forderung nach einer multikulturellen und toleranten Gesellschaft zum Ausdruck bringen.

Treffpunkt des Aachener „Bündnis gegen den Naziaufmarsch 2011” ist eine von den „Naturfreunden Bezirk Nordrhein” angemeldete Aktionsbühne auf der Birkengangstraße/Ecke Ritzefeldstraße. Dort finden sich ab 10 Uhr diejenigen ein, die den rechten Aufmarsch mit Sitzblockaden verhindern wollen. Die Beteiligung ist auch hier schwer zu prognostizieren. Die Veranstalter rechnen nach eigenen Angaben mit mindestens 500 Teilnehmern.
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