72-Stunden-Aktion: Jugendliche bekämpfen den Müll

Von: xen/houb
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Schwerstarbeit leisteten die freiwilligen Helfer hinter dem Pfarrheim auf dem Donnerberg, wo ein Garten der KOT St. Josef angelegt wird. Foto: L. Houben

Stolberg. „Was kann ich machen, Anita?“, fragt ein Mädchen. Anita Nießen vom BDSJ Stolberg gibt ihr eine blaue Mülltüte und erklärt, was sie damit tun soll. Nießen betreut die Säuberungsaktion am Bastinsweiher, die von Kinder und Jugendlichen der Stolberger Schützenjugend initiiert worden ist.

Sie findet statt im Rahmen der bundesweiten 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die in diesem Jahr unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ steht. Ziel ist, innerhalb von 72 Stunden ein soziales, ökologisches, kulturelles oder politisches Projekt umzusetzen und so die Welt ein bisschen besser zu machen.

Ich gehe immer am Bastinsweiher vorbei und sehe, wie dreckig es hier ist und wie viel Müll herumliegt“, erzählt Pierre. „Deshalb habe ich vorgeschlagen, dass wir den Müll aufsammeln.“ Nach einer Abstimmung unter den Kindern wurde sein Vorschlag am Freitag und Samstag umgesetzt. „Wir wollen, dass es hier wieder sauber wird, damit wir wieder vernünftig spielen können“, meint die zwölfjährige Angelique.

In Deutschland haben sich insgesamt rund 4000 Gruppen mit etwa 175 000 Aktiven an den „72 Stunden“ beteiligt. Davon haben sich etwa 7000 Kinder und Jugendliche im Bistum Aachen angemeldet. Zudem werden fünf internationale Projekte mit Partnerorganisationen in Kolumbien, Sambia und Kenia realisiert. Die Aktionen können ganz unterschiedlich ausgelegt sein: Es wird fleißig Müll gesammelt, Spielplätze werden renoviert und verschönert, Nistkästen gebaut und verwaiste Gräber gepflegt. Im „Auenland Mulartshütte“ wird sogar ein Hochseilgarten gebaut – Hauptsache, die Maßnahmen sind nachhaltig und gemeinnützig.

Das gilt zweifellos auch für die Idee der KOT St. Josef. Noch kann man das Törchen nicht ganz öffnen, denn ein Baumstumpf versperrt den Weg in den neuen Garten hinter dem Pfarrheim auf dem Donnerberg. Doch das soll sich ändern. Diese und weitere Wurzeln müssen ausgegraben werden, damit bei den anstehenden Ferienspielen im Sommer der KOT-Garten endlich genutzt werden kann.

Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion wollen die Jugendlichen das ihnen nun zur Verfügung stehende Stück des Grundstückes auf Vordermann bringen und erledigen grobe Gartenarbeiten. Die von der Gemeinde finanzierten Betonbänke und Tische stehen bereits auf der gepflasterten Terrasse. Nun sind zehn der Ehrenamtler gemeinsam mit Jörg Beißel, Sozialpädagoge und Leiter der Einrichtung, im Einsatz, um die Kirchenfassade von Efeu zu befreien, Wurzeln auszugraben und jede Menge Unkraut zu zupfen.

Grillen zur Belohnung

„Ich fand es sehr anstrengend, aber unser Übermut hat sich bezahlt gemacht,“ sagt der 22-jährige Teamer Manny Maintz. „Wir dachten, die letzte Wurzel sei schnell raus, doch sie hat uns doch noch einige Kraft gekostet.“ Am Ende eines schweißtreibenden Tages sind alle geplanten Arbeiten erledigt. Danach verbringt das Team als Belohnung den Abend am Grill und schaut noch einmal auf das gemeinsam Geschaffte zurück.

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