68 Ordner werden jetzt auf Herz und Nieren geprüft

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Der erste Teil ist geschafft, doch die vielleicht größte Herausforderung in dieser ohnehin kniffligen Geschichte wartet noch auf die Stadt Stolberg.

Die Eröffnungsbilanz für das Jahr 2009 ist, das verrät Bürgermeister Ferdi Gatzweiler gern, fertig. 68 Ordner wurden in den vergangenen Wochen zusammengestellt, um den Vermögensstand der Stadt zu ermitteln. So weit, so gut.

Konkrete Zahlen kann und will der Bürgermeister nicht nennen. „Erst wenn die Gemeindeprüfungsanstalt da einen Haken dran macht, weiß auch ich mehr.”

Gatzweiler weist darauf hin, dass für das Großprojekt nicht nur die Kämmerei, „sondern das ganze Haus zugearbeitet hat”. Der Verwaltungschef lobt ausdrücklich jeden, der speziell in den vergangenen Wochen und Monaten außer Bilanzen wenig gesehen hat. Der Mehraufwand soll sich spätestens zum 31. Dezember gelohnt haben.
Über externe Hilfe für die Erstellung der Bilanz sei nicht nachgedacht worden, „das wäre wieder eine mittlere sechsstellige Summe geworden.”

Die Art der Prüfung obliege dem Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) unter Vorsitz von Tim Grüttemeier. Der Rat hatte allerdings unlängst beschlossen, vor dem Hintergrund des enormen Zeitdrucks die Prüfung extern zu vergeben. „Mir ist es wichtig, dass die Arbeit über Parteigrenzen hinweg für die Stadt Stolberg erfolgt”, will Ferdi Gatzweiler von den parteipolitischen Gräben zunächst nichts wissen. Jetzt heißt es aus Verwaltungssicht erst einmal: warten und hoffen.

Derweil nimmt auch der Haushalt für 2012 Gestalt an. Denn neben der (aus Stadtsicht hoffentlich) bis zum 31. Dezember geprüften Eröffnungsbilanz hat dieser für den Bürgermeister absolute Priorität: „Er wird jetzt wirklich nach Ewigkeiten das erste Mal im Dezember fertig.”

Das bislang einzige und letzte Mal, dass der Haushalt noch im Dezember beschlossen wurde, war 1999. Der Stolberger Verwaltungschef will vom „Stärkungspaket Stadtfinanzen”, das die rot-grüne Landesregierung auf den Weg bringt, profitieren. „Es wäre wichtig, dass wir da gleich bei der Premiere dabei sind”, so Gatzweiler. „Dafür soll der Haushalt so früh feststehen.”

Die Hauptsache bleibt aber, dass die Eröffnungsbilanz ebenfalls noch im Dezember fertig wird. Erst dann ist die, wie sie Ferdi Gatzweiler selbst nennt, „größte Herausforderung” in der jüngeren Geschichte der Stadt Stolberg im wahrsten Sinne vom Tisch.
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