Stolberg-Mausbach - 60. Priesterjubiläum: Fast jeden Tag steigt er noch aufs Fahrrad

60. Priesterjubiläum: Fast jeden Tag steigt er noch aufs Fahrrad

Von: Christoph Hahn
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Die Muttergottes ist immer dabei: Pfarrer Klaus Cremer aus Düren-Ost feiert am Sonntagnachmittag in St. Bonifatius sein Diamantenes Priesterjubiläum. Foto: Christoph Hahn

Stolberg-Mausbach. Fast jeden Tag steigt er aufs Fahrrad – nicht mehr zu großen Touren, aber immerhin für die anfallenden Einkäufe. Pfarrer Klaus Cremer scheut die Bewegung nicht, auch wenn er schon lange im Ruhestand ist. Stolze 88 Jahre alt ist der Geistliche, der direkt neben der Kirche St. Bonifatius im Dürener Osten unweit der Kölner Landstraße wohnt.

Am kommenden Sonntag, 21. Juli, 15 Uhr, feiert der rüstige Pensionär sein 60-jähriges Priesterjubiläum – mit einer Messe in St. Bonifatius und nachfolgender Gratulationscour im Jugendheim nebenan.

Mit dem Umzug nach Düren vor 20 Jahren rundet sich der Lebenskreis des Jubilars, der aus Dremmen bei Heinsberg stammt – denn hier hat auch seine Laufbahn begonnen. Die ersten fünf Kaplansjahre nach der Weihe im Hohen Dom zu Aachen durch den damaligen Bischof Johannes Joseph van der Velden verbrachte er nämlich in Gürzenich. Für den jungen Geistlichen waren das prägende Jahre: „Pfarrer Kaufmann, der dann später nach Anrath bei Krefeld gewechselt ist, war für mich wegweisend“, erinnert sich Cremer. Verständlich, dass er bei so vielen positiven Erinnerungen nach dem Abschied von Titz, wo er von 1992 bis 1993 kurzzeitig Pfarrer war, gerne dem Werben des ehemaligen Regionaldekans Alfred Bergrath nachgab und in die Kreisstadt umzog.

Sehr würde sich Pfarrer Cremer freuen, wenn am Sonntagnachmittag viele Gäste aus Mausbach bei Stolberg nach Düren-Ost kämen. In diesem Dorf hat er nämlich in seinem Priesterleben die längste Zeit verbracht: Von 1968 bis 1992 wirkte Cremer hier, nach weiteren Kaplansjahren in Übach-Palenberg-Boscheln und Korschenbroich (zwischen Mönchengladbach und Neuss) als Seelsorger. Die Verbundenheit, die in diesen 24 Jahren gewachsen ist, hält bis heute.

Das Motiv heraus, aus dem der Dremmener damals kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in das Aachener Priesterseminar eingetreten ist? „Ich war Soldat“, äußert sich der Senior im geistlichen Stand zu dieser Frage schlicht und berichtet davon, dass er beim Kriegseinsatz in Südrussland nur knapp mit dem Leben davongekommen ist. Was ihn dabei angeleitet hat, seiner anspruchsvollen Berufung zu folgen und treu zu bleiben, umschreibt der Diamantjubilar ebenso schmucklos und unpathetisch: „.“ Das hilft Cremer dabei, auch heute noch tätig zu sein, auch wenn er schon lange nicht mehr als so genannter Subsidiar offiziell bestallt seine Dienste leistet. Wenn er gebraucht wird, egal ob in St. Bonifatius oder in St. Antonius im Grüngürtel, dann ist er heute noch da – ohne große Worte, aber sehr präsent.

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