5,6 Millionen Euro für Stolbergs „gute Schule“

Von: Sarah-Lena Gombert
Letzte Aktualisierung:
Schule NRW
Land überweist der Kupferstadt über vier Jahre einen Förderbetrag für die Sanierung von Schulgebäuden. Pro Jahr können gut 1,4 Million Euro bei der NRW-Bank abgerufen werden, die das Landesprogramm abwickelt. Foto: Oliver Berg/dpa

Stolberg. Gute Nachricht aus Düsseldorf: Beim Projekt „Gute Schule 2020“ können ausgewählte Kommunen des Landes Nordrhein-Westfalen Fördermittel abrufen, um damit bestehende Schulgebäude zu sanieren. Auch die Kupferstadt Stolberg ist bedacht worden. Bürgermeister Tim Grüttemeier und Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger erfuhren durch unsere Anfrage von der Neuigkeit.

SPD-Landtagsabgeordnete aus der Region, Stefan Kämmerling und Eva-Maria Voigt-Küppers, hatten am Freitagmittag mitgeteilt, dass unter anderem die Stadt Stolberg vom Land 5,66 Millionen Euro zur Sanierung und Modernisierung der Schulen erhält.

„Das ist für uns natürlich eine sehr schöne Nachricht aus Düsseldorf“, sagte Robert Voigtsberger auf Anfrage unserer Zeitung. Und auch Bürgermeister Tim Grüttemeier hatte zwar gewusst, dass Stolberg bei diesem Förderprogramm gute Chancen hatte. „Die genaue Fördersumme haben wir aber erst heute erfahren“, so der Stolberger Bürgermeister.

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hatte im Juli das Investitionsprogramm angekündigt, jetzt hat die Landesregierung die Eckpunkte vorgestellt. In den kommenden vier Jahren wird Geld bereitgestellt, um Schulen zu sanieren und optimal auszustatten.

Im Fall von Stolberg heißt das: Pro Jahr können gut 1,4 Million Euro bei der NRW-Bank abgerufen werden, die das Landesprogramm abwickelt. Die Tilgung des Kredits und auch die Zinsen werden vom Land übernommen. Der kommunale Haushalt wird also nicht belastet, wie Stefan Kämmerling erklärt.

Neben Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sollen deshalb insbesondere auch Digitalisierungsvorhaben gefördert werden, wie zum Beispiel die Anbindung von Schulen an das Breitbandnetz oder Schulsportanlagen. Welcher Schwerpunkt gesetzt wird, entscheiden die Kommunen.

„Wir wissen schon recht genau, was wir mit diesem Geld machen möchten“, sagt Robert Voigtsberger. So will die Stadt die Fördermittel des Landes vor allem in die beiden Gesamtschulen stecken: die bereits existierende und auch die zweite, die bald entstehen soll. „Und wir werden aller Voraussicht nach auch die gesamte Summe von 5,6 Millionen Euro abschöpfen“, erklärt Voigtsberger.

Unabhängig von dem Landesprogramm „Gute Schule“ werden in Stolberg auch weitere Förderprogramme im Schulbereich vorangetrieben: Durch das Kommunalinvestitionsfördergesetz (KIF) kann Stolberg 4,25 Millionen Euro aus Bundesmitteln investieren; die Kupferstadt muss dabei selbst einen zehnprozentigen Eigenanteil von 472.588 Euro aufbringen, so dass eine Gesamtsumme von 4,73 Millionen Euro von diesem Jahr an investiert werden kann. Auch hier sollen Stolberger Schulen profitieren: Unter anderem ist die Sanierung der Turnhalle an der Grundschule in Büsbach geplant.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert