50 Jahre Kampfsport in der Kupferstadt

Von: Dirk Müller
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Der Erste Budo Club Eschweiler präsentiert eindrucksvoll „Kendo” - die moderne Variante des traditionellen japanischen Schwertkampfes.

Stolberg. Sie haben Wurf- und Falltechniken ebenso als Automatismen verinnerlicht wie präzise Schlag- und Trittkombinationen. Die Möglichkeit zur Selbstverteidigung ist allerdings nur das äußere Zeichen ihres Kampfsports.

Das Training zielt gleichermaßen auf das Innere der Übenden ab und ist ebenso eine Methode der Selbstverwirklichung und Selbstkontrolle. Bereits seit einem halben Jahrhundert haben Stolberger Sportler des DJK Roland Stolberg sich der Kampfkunst verschrieben.

Als sich im März des Jahres 1960 eine Gruppe von Kupferstädter Sportlern zu einer Judogemeinschaft zusammenschloss, waren sie von starkem Idealismus angetrieben. Die Bedingungen, unter denen sie den Sport, der übersetzt „sanfter Weg” bedeutet, zunächst ausübten, waren noch eher primitiv: Nicht einmal eine geeignete Matte stand ihnen zur Verfügung. Noch im selben Jahr aber wurde die Judogruppe als eigenständige Abteilung dem damaligen Leichtathletikverein DJK Roland angegliedert.

Anfang der 80er Jahre wurde die Ju-Jutsu-Abteilung gegründet, die heute mehr als 90 Aktive des DJK Roland ausmacht. „Ju-Jutsu entstand 1969 aus Jiu Jitsu, Judo, Karate und Aikido als eine absolut effektive Selbstverteidigungsart. Da Ju-Jutsu immer dynamisch blieb, also ständig weiterentwickelt wurde und wird, vereint es mittlerweile Elemente aus nahezu allen traditionellen und modernen Varianten des Kampfsports”, erklärt Wilfried Riehn, Leiter der Ju-Jutsu Abteilung.

Rund 70 Sportler betreiben Judo, und gut die Hälfte der Aktiven des Vereins, der sich nun nur noch dem Kampfsport widmet, sind Kinder und Jugendliche. Auch sie trainieren nicht nur die Selbstverteidigung, sondern die Körperbeherrschung generell.

„Sport zu treiben ist grundsätzlich gut für die Gesundheit, und mit Judo und Ju-Jutsu werden zusätzlich Koordination und Selbstbewusstsein gefördert. Insbesondere bei Kindern kann es außerdem nicht schaden, dass sie lernen, richtig zu fallen”, schmunzelt Riehn.

Früchte der Jugendarbeit

Die Feier zum 50-jährigen Jubiläum der DJK Roland wurde am Samstagvormittag zunächst mit einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche Herz Jesu eröffnet. Am Nachmittag hatte der Verein dann in die Sporthalle des Goethe-Gymnasiums eingeladen, um vor allem die Früchte seiner Jugendarbeit zu präsentieren.

Eindrucksvoll demonstrierten die jungen Sportler atemberaubende Kampftechniken aus den Bereichen Judo und Ju-Jutsu vor dem zahlreich erschienenen Publikum mit Übungen, Schaukämpfen und auch humorvollen Vorführungen.

Abgerundet wurde das aktionsreiche Programm im Goethe-Gymnasium durch eine Kendo-Demonstration des 1. Budo Clubs Eschweiler und den mitreißenden Auftritt von Capoeira Aachen, die den brasilianischen Kampftanz darboten.
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