45 Meter hoher Stahlriese zwischen Wiesen und Wäldern

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Beim Blick über den Laufenburger Wald könnten demnächst nicht nur Bäume und Wiesen ins Auge fallen, sondern auch ein etwa 45 Meter hoher Stahlriese, der über die unmittelbare Umgebung, vor allem aber die gesamte Städteregion wachen soll.

Der Landschaftsbeirat der Städteregion (LBR) wird in seiner Sitzung am dienstag (15 Uhr) über die Errichtung eines etwa 45 Meter hohen Antennenmastes für den Ausbau des bundesweit einheitlichen Digitalfunknetzes der Behördern und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), also Polizei, Feuerwehr, Zoll sowie Rettungsdienste, beschließen.

„Zwangspunkte”

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW plant die Errichtung des Stahlkörpers und eines zusätzlichen Technikcontainers östlich von Schevenhütte, entlang des Rennweges (parallel zum Hardthover Weg).

Da bei Digitalfunknetzen bestimmte Abstände zwischen den einzelnen Funkmasten eingehalten werden müssen, ergeben sich „Zwangspunkte” für die Standorte der einzelnen Funkstationen, wie es in einer Vorlage des LBR heißt. Doch bereits vorhandene Funkmasten, Silos oder Gebäude könnten nicht genutzt werden. Innerhalb des technisch möglichen Bereichs wurden keine Alternativen gefunden, weshalb der Neubau im Wald nun nötig werde.

Dies würde gleichzeitig allerdings auch bedeuten, dass der Mast mitten im Landschaftsschutzgebiet liegt. Die Gesamtfläche, die eingezäunt wird, soll rund 73 Quadratmeter betragen, allein die zu versiegelnde Fläche für das Mastfundament beträgt etwa 20 Quadratmeter, die Sohle des Fundaments zwei Meter unter der Oberfläche.

Landschaftlicher Begleitplan

Die Rodungsarbeiten im Laufenburger Wald haben bereits stattgefunden, es handelte sich um einen Restbestand von Splitterholz aus dem Zweiten Weltkrieg, der im Rahmen der Forstbewirtschaftung ohnehin zum Umbau angestanden hatte.

Da es sich um ein Bauvorhaben in einem Landschaftsschutzgebiet handelt, ist von Verwaltungsseite die Erteilung einer Befreiung erforderlich. Und die soll erteilt werden, sofern der erforderliche landschaftpflegerische Begleitplan mit der Landschaftsbehörde abgestimmt.

Außerdem, so heißt es in der Vorlage weiter, dürften dem Vorhaben artenschutzrechtliche Belange nicht entgegenstehen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert