Stolberg - 40 Jahre VHS-Kammerchor: ein Grund zum Feiern

40 Jahre VHS-Kammerchor: ein Grund zum Feiern

Von: Marie-Luise Otten
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Der Kammerchor der Stolberger Volkshochschule feiert in diesem Jahr 40-jähriges Jubiläum. Am 11. September möchten sie sich mit einem Matinée im Saalbau in Angie‘s Bistro bei ihren langjährigen Fans bedanken. Foto: M.-L.Otten

Stolberg. Vor 40 Jahren gründete Klaus Weiß den Kammerchor der Volkshochschule Stolberg. Das Jubiläum wird mit einer Reihe von Veranstaltungen gefeiert. Den Auftakt macht eine Matinée, die überschrieben ist mit „Best of…“, am Sonntag, 11. September, im Saalbau in Angie’s Bistro. Chorsprecher Norbert Steffens spricht im Interview über die großen und kleinen Freuden des Singens.

Was die Zuhörer hier erwartet und welche weiteren Aktivitäten im Jubiläumsjahr noch geplant sind, hat Chorsprecher Norbert Steffens im Interview unserer Mitarbeiterin Marie-Luise Otten erzählt.

Wie lange singen Sie schon im Chor? Gibt es noch Gründungsmitglieder?

Steffens: Ich bin seit 24 Jahren mit dabei. Anneliese Dohlen und Gaby von Wirth gehören mit unserem Chorleiter zum harten Kern, sind also von Anfang an dabei.

Was fasziniert Sie daran, in einem Kammerchor zu singen?

Steffens: Es ist die Art der Musik. Wir singen Werke aus allen Epochen: von der Renaissance bis zur Moderne, vom Madrigal bis zum Volkslied und geistliche Werke. Den Schwerpunkt unserer Literatur machen allerdings romantische Stücke aus.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um im Kammerchor mitwirken zu können?

Steffens: Keine. Allein die Freude am Singen reicht schon aus. Notenkenntnisse werden nicht erwartet, sind aber von Vorteil.

Ist der Einstieg jederzeit möglich?

Steffens: Theoretisch ja, aber für den Sänger ohne Vorkenntnisse ist es einfacher, zum jeweiligen Semester einzusteigen.

Wie sieht es mit der Geselligkeit aus?

Steffens: Wir finden immer wieder Gelegenheit, uns neben Proben und Konzerten zu verschiedenen Anlässen zu treffen. Abgesehen vom Stammtisch nach den Proben, singen wir bei vielen Festivitäten und halten regelmäßig Probenwochenenden ab.

Was schätzen Sie an Ihrem Chorleiter? Was am Kammerchor?

Steffens: In erster Linie seine Musikalität. Dann aber auch die Fähigkeit, Leute zu begeistern. Und ich bewundere seine Ausdauer mit uns. Wenn es etwas zu organisieren gibt, helfen viele Mitglieder und tragen Verantwortung.

Wie sieht es mit der Begleitung aus oder singen Sie alles A-cappella?

Steffens: Wir singen hauptsächlich ohne instrumentale Begleitung. Im Bedarfsfall können wir auf die pianistischen Fähigkeiten unseres Chorleiters zurückgreifen.

Was erwartet die Zuhörer bei der Matinée?

Steffens: Mit einem Sektempfang und Canapés wollen wir uns bei unseren Fans für ihre langjährige Treue bedanken. Wir singen Werke, die im Laufe der vier Jahrzehnte beim Publikum besonders viel Anklang fanden. Darunter sind landschaftsbezogene Lieder basierend auf traditionellen Volksliedern wie zum Beispiel der „Sommarpsalm“ von Waldemar Ahlén.

Was erwartet die Fans sonst noch?

Steffens: Das Highlight wird die Haydn-Messe in der Finkenbergkirche am 13. November 2016 um 17 Uhr sein. Zusammen mit der Evangelischen Kantorei singen wir „Hör mein Bitten“ von Mendelssohn und „Unserer lieben Frauen Traum“ von Reger.

Sie singen seit einigen Jahren mit beim Herbstkonzert der Stolberger Männerchöre. Wie kam es dazu, und auf was dürfen sich die Zuhörer hier freuen?

Steffens: Da die Anzahl der Männerchöre schrumpfte, haben wir zunächst als Gastchor mitgewirkt. Mittlerweile heißt der Abend nicht mehr Gemeinschaftskonzert der Stolberger Männerchöre, sondern Gemeinschaftskonzert der Stolberger Chöre. Wir singen in diesem Jahr schlichte Chöre von Friedrich Silcher.

Wie viele Sängerinnen und Sänger sind im Chor? Sind alle Stimmen gut besetzt?

Steffens: Im Laufe seiner 40-jährigen Geschichte musste der Chor immer wieder in wechselvoller Besetzung auftreten, weil in einem VHS-Chor die Fluktuation groß ist, da nach jedem Semester Ehemalige austreten und Neue hinzukommen. Wir sind momentan 25 Sängerinnen und Sänger. Wir sind nicht gleichmäßig besetzt, daher würden wir uns über Verstärkung im Alt und im Tenor sehr freuen.

Wie sieht es mit Chorfahrten aus? Findet da noch eine statt?

Steffens: Ja, in den Herbstferien geht es nach Wismar an die Ostsee. Wir freuen uns jetzt schon auf das Gemeinschaftskonzert mit dem dortigen Hochschulchor. Der Kontakt ist über eine Sängerin zustande gekommen, deren Sohn in Wismar eine Professur hat.

Von welchen besonderen Ereignissen mit dem Chor können Sie berichten?

Steffens: Mir hat gefallen, wie viel Anklang unsere Konzerte während unserer Chorreise nach Schweden im Jahr 2008 gefunden haben. Die Mitglieder des schwedischen Kammerchores in Karlskoga waren derart begeistert, dass sie uns spontan zu einem gemütlichen Abend in den Musikpalast einluden. Ein anderes großes Ereignis für mich war die Mitwirkung beim Verdi-Requiem 2007 in Gemeinschaft mit dem Männergesangverein Büsbach und weiteren Gastsängern.

In welchen anderen Vereinen sind Sie noch tätig? Was ist Ihre Funktion dort?

Steffens: Im Stadtverband für Musik bin ich als Vorsitzender tätig, in der Stolberger Sing- und Spielgemeinschaft spiele ich Posaune und im Accanto-Chor wirke ich als Sänger mit.

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