Stolberg - 3,3 Millionen Euro vom Land für drei Straßen

3,3 Millionen Euro vom Land für drei Straßen

Von: Jürgen Lange
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Nur noch ein Flickenteppich: Mit der Förderung eines Ausbaus der Rhenaniastraße zum Hauptbahnhof hin kann die Stadt für das Jahr 2014 rechnen, falls der neue Landtag Foto: J. Lange

Stolberg. Langsam aus der Schublade holen kann die Verwaltung die Ausbaupläne für die Aachener Straße. Wenn am Freitag der Regionalrat bei der Kölner Regierungspräsidentin dem Vorschlag der Unterkommission Verkehr folgt, kann Stolberg noch in diesem Jahr mit einer bis zu 60-prozentigen Förderung aus dem Straßenförderungsprogramm für kommunale Straßen rechnen.

Wünsche wahr werden können auch für zwei weitere marode, aber verkehrswichtige Trassen: für 2013 soll ein Ausbau von Derichsberger- und Werther Straße, für 2014 der Ausbau der Rhenaniastraße eingeplant werden. Insgesamt 3.273.400 Euro an Zuschüssen kann die Stadt erwarten.

Allerdings dämpft der RP-Sprecher die Erwartungshaltung. „Das ist letztlich nur eine Wunschliste”, sagt Oliver Moritz. Denn es wird der Haushaltsausschuss des Landtages sein, der letztlich die Mittel zu vergeben haben wird. Der Landtag ist aufgelöst und wird am 13. Mai neu gewählt. Dann zählt zu seinen wichtigsten Aufgaben erst einmal die Verabschiedung eines Haushaltes; und erst danach kann er die Mittel verteilen. Wesentliche Kriterien für die Vorschläge des Regionalrates ist bereits der jetzige Planungsfortschritt und der Zeitpunkt des zu erwartenden Baurechts. Entsprechend sei das Förderprogramm auch mit der Stadt Stolberg abgestimmt.

Eine lange Vorgeschichte

Im Jahr 2007 hatte der Stadtrat explizit festgestellt, dass die drei verkehrswichtigen Straßen eines dringenden Ausbaus bedürfen - eine Voraussetzung für die Aufnahme in das Förderprogramm, das seinerzeit noch Zuschüsse bis zu 80 Prozent vorsah. Doch die Hoffnungen auf einen Baubeginn an der Aachener Straße im Jahr 2008 zerschlugen sich und die Zuwendungen rückten immer wieder in die Ferne. Mit 3,76 Millionen Euro werden die Gesamtkosten für des Ausbau der Aachener Straße zwischen Lehmkaulweg und Bahnübergang kalkuliert; 3,15 Millionen sind als förderfähig anerkannt; und mit 1,89 Millionen Euro Zuschuss kann in der Kupferstadt gerechnet werden. Die Ausbaupläne sind bereits in Bürgerversammlungen abgestimmt worden.

Mit der Erneuerung der immer wieder geflickten und mit Dünnasphaltdecken nur notdürftig restaurierten ehemaligen Landesstraße will die Stadt auch ein weiteres Problem lösen. Hinter dem Büsbacher Ortsausgang droht der Hang zur Finkensiefstraße abzurutschen. Er soll mit Gabionen gesichert werden.

Unter der zunehmenden Verkehrsbelastung des Mausbacher Gewerbegebietes hat der Abschnitt von Derichsberger- und Werther Straße bereits erheblich gelitten; sie soll zwischen Indurstriestraße und Rothe Gasse nau ausgebaut werden. Die Gesamtkosten werden mit 2,05 Millionen Euro kalkuliert; anerkannt für eine Förderung werden davon aber nur 1,57 Millionen Euro. Der Zuschuss würde 943.700 Euro bertragen.

Auch vor dem Hintergrund der Sanierung des Stolberger Hauptbahnhofes und den Bemühungen der Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) das Umfeld ansprechender als heute zu gestalten, gewinnt der Ausbau der Rhenania­straße an Bedeutung. Auch dort steigt die Verkehrsbelastung zusehend, weil Stolberg durch die Erweiterung der Euregiobahn immer stärker zu einem Drehkreuz für den regionalen Schienenverkehr wird. Dokumentiert wird dies auch dadurch, dass die erst vor zwei Jahren erfolgte Ausweitung des Angebotes an P+R-Plätzen um fast 100 Stellplätze bereits heute nicht mehr die Nachfrage von Bahnpendlern nach Parkraum befriedigen kann. Mit dem Ringschluss der Euregiobahn zwischen Stolberg und Alsdorf zum Ende diesen Jahres wird eine weitere deutliche Zunahme des Fahrgastaufkommens erwartet.

Derzeit ist der Ausbau der Rhenaniastraße eingeplant für das Jahr 2014: Dann will auch die Deutsche Bahn frühestens ihren Mittelbahnsteig im Hauptbahnhof, an dem die Regionalzüge zwischen Aachen und Köln halten, sanieren. Der Ausbau der Straße zwischen Münsterbachstraße (L 236) und Hauptbahnhof ist mit Gesamtkosten in Hlhe von 862.000 Euro kalkuliert; anerkannt werden 734.000 Euro, so dass 440.400 Euro an Zuschüssen eingeplant werden können.
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