2000 Jahre Schlosserhandwerk im Blick

Von: dim
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Die antiken Exponate in der Sparkasse an der Rathausstraße zeugen von bis 2000 Jahre alter Handwerkskunst. Manfred Kerschgens vom Stolberger Familienunternehmen hat sie zusammengetragen. Foto: D. Müller

Stolberg. Einem der ältesten Traditionsberufe widmet sich die Ausstellung „2000 Jahre Schlosserhandwerk“, die jetzt in der Sparkasse an der Rathausstraße eröffnet wurde.

Anlässlich des 140-jährigen Bestehens des Stolberger Familienunternehmens Kerschgens zeigt Manfred Kerschgens in dem Geldinstitut antike Exponate seiner hochwertigen Sammlung, die er über viele Jahre zusammengetragen hat.

Im ersten Jahrhundert

Darunter Schiebe- und Fingerringschlüssel, die bereits im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt angefertigt worden sind. Hangschlösser aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, Kästchen aus Barock, Renaissance oder Gotik, Dokumententruhen, ein französisches Messbuchkästchen aus dem 15. Jahrhundert, weitere Schatullen und mehr zeugen kunstvoll von beeindruckenden handwerklichen Fertigkeiten und lassen die Betrachter staunen.

Galmeiabbau

Bürgermeister Tim Grüttemeier und Ingo Scheffen von der Sparkasse erläuterten bei der Ausstellungseröffnung, dass kaum ein anderer Industriezweig die Kupferstadt Stolberg derart geprägt habe wie die Metallindustrie und spannten den Bogen vom Galmeiabbau, der bereits vor rund 2000 Jahren begann, bis heutigen Metall-Unternehmen wie Kerschgens.

Zu den Wurzeln

Manfred Kerschgens erinnerte an die Wurzeln der Firma: 1876 hatte sich sein Urgroßvater Johann Josef Kerschgens als Schlossermeister selbstständig gemacht und dabei dann auch ein Eisenwarengeschäft eröffnet.

Der Besuch der sehenswerten Ausstellung „2000 Jahre Schlosserhandwerk“ lohnt sich auch aus einem weiteren Grund. Denn bis zum Freitag, 1. Juli, ist zu den bekannten Öffnungszeiten der Sparkasse an der Rathausstraße in Stolberg nicht nur diese Schau zu sehen, sondern auch die Fotoausstellung „Best of Stolberg goes“ wird noch gezeigt.

Und die mehr als 50 großformatigen Fotografien, die unter anderem Höhepunkte des Kupferstädter Kulturfestivals abbilden, können für den guten Zweck erworben werden. Die Bürgerstiftung veräußert die hochwertigen Aufnahmen ab 30 Euro pro Bild, und die Einnahmen kommen hundertprozentig der Stolberger Tafel zugute.

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