200 Stolberger Gymnasiasten stürmen die Arbeitswelt

Von: Lea-Marie Kreus und Ricarda Peters
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In der Backstube hat sie alles im Griff- Hannah Braun absolvierte ihr Praktikum in der Stolberger Konditorei „Urlichs“. Foto: L. Kreus

Stolberg. Schule und was dann? „Die Polizei wäre eine Option im späteren Leben für mich“, sagt Oliver Souvignier, der gerade sein Praktikum bei der Polizeiwache in Kreuzau absolviert hat, wie die anderen rund 200 Schülerinnen und Schüler des Goethe- und des Ritzefeld-Gymnasiums in Stolberg.

In den letzten zwei Wochen durften die Zehntklässler der beiden Gymnasien einen Einblick in die Berufswelt erhaschen. Ob im Kindergarten, bei der Zeitung oder beim Mechaniker, die erhofften Erfahrungen wurden in allen Betrieben gesammelt. Erstmalig lagen die Praktika der beiden Schulen an dem gleichen Termin. Die Planung der Betriebspraktika wurde durch die neu entstandene Kooperation vereinfacht.

Philipp Menke, der bei dem Aachener Software-Unternehmen Inform GmbH war, kann sich theoretisch vorstellen diesen Beruf nach der Schule zu erlernen, sein Praktikum hat ihm viel Spaß gemacht. Denn im Praktikum bekamen die Jugendlichen die Chance ihre Interessen und Fähigkeiten auf Arbeitsniveau auszubauen.

Auch wenn es nicht so scheint, den ganzen Tag im Büro sitzen, das kann auch anstrengend sein. „Ich habe in den zwei Wochen gemerkt, dass ich auf keinen Fall einen Job im Büro haben will, ich brauche Kundenkontakt. Den ganzen Tag im Büro zu sitzen, ist sicherlich kein Job für mich“, sagt Philipp Scholl, der sein Praktikum bei der Bausparkasse in Aachen gemacht hat. Ein ganz anderes Berufsfeld wählte Hannah Braun. Sie verbrachte zwei Wochen in der Stolberger Konditorei „Urlichs“. „Mein Praktikum hat mir sehr gut gefallen, ich durfte viele Aufgaben erledigen, auch das was der normale Konditormeister macht. Meine Kollegen hier sind sehr nett, “ sagt die Schülerin und fügt lachend hinzu: „Den Kuchen darf ich auch probieren.“

Selbstständig arbeiten konnte auch Theresa Kranz, die in der Grundschule Prämienstraße arbeitete. „Die Erfahrungen, die ich gesammelt habe haben mich in meiner Entscheidung bestärkt und ich bin mir jetzt sicher, dass ein Job als Lehrer das Richtige für mich wäre.“

Die Schülerinnen und Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums schließen ihr Praktikum mit einer Praktikumsmappe ab. Die „Goethe“-Schüler hingegen halten zum Abschluss eine Praktikumspräsentation, indem die Jugendlichen unter anderem ihr Resultat über das Betriebspraktikum ziehen.

In einem aber sind sie sich einig: „Wir haben eine Menge neuer Erfahrungen gesammelt“.

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