Stolberg/Aachen - 20. Ausstellung eröffnet: „Weltweit am Dom“

20. Ausstellung eröffnet: „Weltweit am Dom“

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Stolberg/Aachen. Krippenkunst aus aller Welt ist derzeit bei „Weltweit am Dom“ zu sehen. Die 20. Ausstellung dieser Art trägt den Titel „...und sie fanden keine Herberge“ und ist eine der Hauptstationen des Aachener Krippenwegs.

Damit stellen das Bistum Aachen sowie die beiden Hilfswerke missio und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ einen aktuellen Bezug zur Flüchtlingsproblematik im Nahen Osten und an den nahen Grenzen Europas her.

Die Schau zeigt auf kleinstem Raum mehr als 150 Krippenszenen aus 30 Ländern der Einen Welt, von der Miniaturkrippe im Kronenkorken bis hin zum großen Kunstobjekt aus Ecuador. Eröffnet wurde die Ausstellung von Oberbürgermeister Marcel Philipp, Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio und Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, sowie missio-Diözesandirektor Dr. Manfred Körber.

Grenzenlose Vielfalt

Die Vielfalt der Krippen scheint grenzenlos: Eine Variante aus Simbabwe besteht ganz aus Drahtperlen, ein Exemplar aus Mali wurde aus recyceltem Metall hergestellt, ein Klappaltar des peruanischen Künstlers Max Ochante ist aus Kartoffelmehl entstanden. Auch aus dem Partnerland des Bistums Aachen, Kolumbien, sind einige Krippen ausgestellt. Mit Blick auf den Titel der Ausstellung rückte Prälat Dr. Klaus Krämer die aktuelle Flüchtlingsproblematik in den Blickpunkt: „Die hier gezeigten Krippen wurden zum Teil in solchen Ländern hergestellt, die momentan von großen Umbrüchen geprägt sind und aus denen Menschen bei uns Zuflucht suchen.“ Krippen seien Provisorien und würden auf die Flüchtlingssituation verweisen.

Oberbürgermeister Marcel Phi­lipp: „Im vorweihnachtlichen Aachen setzen die Krippen hier ein Zeichen, wecken Assoziationen mit dem eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes, der im Trubel des Advents manchmal untergeht.“ Auch das Aachener Rathaus sei Teil des Aachener Krippenweges. „Wir hatten ein tolles Jahr, in dem uns die Heiligtumsfahrt die weltumspannende Bedeutung von Kirche bewusst gemacht hat“, betonte Philipp. „Es geht uns um die Wurzeln des Glaubens und die damit verbundenen Werte, die Seele des Weihnachtsfestes. Diese Ausstellung und der Krippenweg tragen dazu bei, eine entsprechende Stimmung zu schaffen.“

Ideen und Fingerfertigkeit

Kleine Handwerks- oder Familienbetriebe haben die Kunstwerke gefertigt. „Sie zeigen dem Betrachter den Ideenreichtum und die Fingerfertigkeit bei der jeweiligen landestypischen Interpretation der Weihnachtsgeschichte“, erklärte Manfred Körber.

Unter dem Motto „Krippenkunst hilft Helfen“ bieten die Hilfswerke auch in diesem Jahr diese besonderen Krippen zum Kauf an, denn mit dem Erlös der fair gehandelten Stücke unterstützen sie viele Hilfsprojekte, oft auch in den Herkunftsländern. „Weltweit am Dom“ zeigt auf dem Krippenweg erstmalig auch eine Krippendarstellung in der Aachener Bahnhofsmission: eine Strohkrippe aus Peru.

Zu sehen ist die Ausstellung bis Dienstag, 6. Januar, montags bis samstags sowie an den Adventssonntagen von 10 bis 18 Uhr am Münsterplatz 28, Domhof 1.

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