Stolberg - 2. Abo-Konzert im Rittersaal begeistert die Zuhörer

2. Abo-Konzert im Rittersaal begeistert die Zuhörer

Von: mlo
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Andrea Kramer-Rodermund (Klavier), Charlotte-Maria Brückner (Mezzosopran) und Mee-tsu Wang-Kut (Violine) präsentierten beim 2. Abokonzert im Rittersaal als „Trio Rosenpalais“ Melodien aus den „Goldenen Zwanziger Jahren“. Foto: Otten

Stolberg. Eine gute Alternative zu Pralinen und Blumen anlässlich des Muttertages bot das „Trio Rosenpalais“ mit Charlotte-Maria Brückner (Mezzosopran), Mee-tsu Wang-Kut (Violine), Andrea Kramer-Rodermund (Klavier) und dem Programm „Damenwahl! Jetzt sind wir Mädchen dran“.

Salonmusik mit Ufa-Melodien, Tonfilmschlagern und Gassenhauern um das Thema Liebe wurden charmant und frech in Szene gesetzt und brachten einen Hauch der goldenen Zeiten nach Stolberg zurück. Im Rittersaal der Stolberger Burg kamen jedoch nicht nur die Damen, sondern auch die Herren voll auf ihre Kosten. Die Mezzosopranistin ließ das Publikum an ihren reichhaltigen Erfahrungen mit den Männern teilhaben. Sie plauderte, lachte, verteilte Komplimente und ergründete humorvoll nach welchen Traummännern sich die Frauen sehnen und wie weit die Vorstellungen vom Ersehnten abweichen.

Andrea Kramer-Rodermund und Meei-tsu Wang-Kut sorgten für die musikalische Umrahmung und spielten zwischen den Gesangseinlagen publikumswirksame Evergreens aus der amerikanischen Unterhaltungsmusik wie „Something stupid“ , „I will survive“ , „Ain’t she sweet“, „Tonight“ (Westside Story) oder die Operettenstücke „Granada“ und „Ich tanze mit dir ins Himmelreich“.

Gleich zu Beginn wurden den Damen empfohlen nicht so wählerisch zu sein und sich „nen Alten zu nehmen, so’n Beamten mit Pension“. Der Song stammt von Otto Reutter, einem deutschen Komiker dessen Lieder u.a. von Peter Frankenfeld gern vorgetragen und umgesetzt wurden.

Weitere Komponisten waren Theo Mackeben, Franz Grothe, Peter Kreuder, Franz Lehar, Emmerich Kálmán, George Gershwin und Michael Jary. Lieder wie „Nur nicht aus Liebe weinen“ oder „Kann denn Liebe Sünde sein“ erinnerten an die schwedische Schauspielerin und Sängerin Zarah Leander. Die brillant aufgelegte Charlotte-Maria Brückner hatte ein feines Gespür für die ausgewählten Stücke. Nicht nur die gesangliche Leistung – großes Stimmvolumen, kraftvoll und mit innigem Ausdruck – war ein Genuss, sondern auch ihre Bühnenpräsenz. Mit Schwung, Charme und schauspielerischem Talent verzauberte sie die Gäste und animierte sie zum Mitsingen beim „Sigismund“ und „Was machst du mit dem Knie, lieber Hans“. Im Verbund mit ihren Kolleginnen konnte sie ihre Qualitäten voll ausspielen.

Das Ensemble war perfekt aufeinander eingespielt. Jeder konnte sich blind auf den anderen verlassen. Die begeisterten Zuhörer bedankten sich mit lang anhaltendem Beifall bei den Künstlern, worauf es als Zugabe „Ja, das Temperament liegt mir so im Blut“ aus der Maske in Blau gab.

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