1625 beginnt die wechselvolle Historie des „Quartiers Jordan”

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Stolberg. Der Stolberger Heimat- und Geschichtsverein lädt für Donnerstag, 12. November, um 20 Uhr zu einer Vortragsveranstaltung mit dem Heimatkundler Toni Dörflinger ein.

Thema ist „Der Jordansplatz: die Geschichte des Quartiers Jordan anhand der im Stadtarchiv vorhandenen Bauakten”. Die Veranstaltung findet im Rolandshaus in der Steinfeldstraße statt.

1625 errichtete Kupfermeister Matthias Peltzer den Kupferhof „am Jordan”. 1799 ging die Messinghütte „Jordan” in den Besitz der Kupfermeisterfamilie Schleicher über. 1845 übernahm Peter Krings die „Jordanshütte” und richtete in dem alten Gebäude eine Glashütte ein. 1866 wurde die Glashütte „Jordan” von der Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsbank übernommen, die Betriebseinstellung erfolgte schließlich im Ersten Weltkrieg, 1917.

Wenn man in den 1950er Jahren vom „Jordansplatz” sprach, meinte man nicht das heute so bezeichnete Gelände zwischen den Straßen Mühlener Ring und Roderburg-Mühle, sondern das zwischen Jordanstraße und Roderburg-Mühle liegende Areal. Nur die damals Hermann-Ritter-Straße genannte Trasse, die heute Mühlener Ring heißt, trennte das Gelände in zwei Hälften.

Mitte der 1950er Jahre änderten sich die Verhältnisse. Die in Richtung Jordanstraße weisende Hälfte wurde bebaut. Die Planungen für den später „Haus Union” genannten Bau hatte der Architekt Emil Dunkel übernommen. Bestandteil des Projektes war auch der Bau, der später die Nebenstelle des Eschweiler Arbeitsamtes beherbergte. Doch zuvor musste das Gelände von den ruinenartigen, „Sing-Sing” genannten Oberresten der alten Glashütte „Jordan” befreit werden, die bis in die 1950er Jahre hinein die heutige Jordanstaße säumten.

Grundlage des Vortrages sind unter anderem die im Stadtarchiv vorhandenen Bauakten. Behandelt wird nicht nur die Geschichte der „Jordanshütte”, sondern auch die Entwicklung der rund um den Jordansplatz liegenden Bebauung. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, woher der Name „Jordan” stammt. Brachten Hugenotten den Namen aus dem Amsterdam des 17. Jahrhunderts mit nach Stolberg?
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