160 Teilnehmer: Stolz auf Aktive bei „Helfende Hände“

Von: Christoph Hahn
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Gewinner sind sie alle: Stolberger Sekundarschüler, die sich im Rahmen des Projektes „Helfende Hände“ eindrucksvoll engagiert hatten, erhielten im Rahmen einer Feierstunde von Koordinatorin Angelika Feszler-Beyert (hinten, 1. von links) , der Ehrenamtsbeauftragten Hildegard Nießen (2.v.l.) und Bürgermeister Tim Grüttemeier (r.) ihre Ehrenurkunden. Foto: C. Hahn
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Hoch zufrieden mit dem Erfolg von „Helfende Hände“: Angelika Deszler-Beyert, Sekundarschullehrerin und Projektkoordinatorin. Foto: C. Hahn

Stolberg. „Das Projekt hat unglaublich Wellen geschlagen!“ Elivira von Wirth kommt aus dem Jubeln nicht heraus, wenn sie an die „Helfenden Hände“ denkt.

Bei der Leiterin des Seniorenzentrums Stolberg-Mitte an der Stadthalle ist das Projekt der Sekundarschule in der Kupferstadt mindestens ebenso gut angekommen wie bei den Vertretern von insgesamt rund 50 Institutionen wie Seniorenzentrum Marienheim in Büsbach, Tafel und KOT St. Josef Donnerberg, die für die Schüler der siebten und achten Klassen Praktikantenplätze zur Verfügung gestellt haben. So sehr, dass den Schülern aus der Breslauer Straße 2018 schon wieder alle Türen offen stehen.

Diese und andere für die jungen Frauen und Männer im Alter von meist 13, 14 Jahren sehr schmeichelhaften Statements standen im Mittelpunkt der Abschlussfeier des inzwischen zweiten „Hände“-Projekts im Museum Zinkhütter Hof, zu der Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen und Koordinatorin Angelika Deszler-Beyert von der Sekundarschule zusammen mit Bürgermeister Tim Grüttemeier rund 140 Junioren willkommen hießen.

Dickes Lob für die Schüler gab es freilich nicht nur von den Ausbildern der Praktikanten – auch Jörg Klein, der Leiter der Sekundarschule (die bald zur Gesamtschule wird), war ganz „von den Socken“. „Ich bin stolz, vor allem aber auch dankbar“, gab der „stolze Nutznießer“ des Zinkhütter Hofs zu Protokoll und schrieb den Jugendlichen ins Stammbuch: „Ihr habt am eigenen Leib erfahren, das Geben ebenso zu leben wie das Nehmen.“ Die Leistung der Kollegen und seiner selbst stellte Klein mit prägnanter Rhetorik ins rechte Licht: „160 Schüler zu verteilen – das ist schon ein Brett!“

Dann aber kam die Bezeugung des Respekts aus tiefstem Herzen: „Ihr habt Euch engagiert, und das für Andere – Hut ab! Und: „Solche Stolberger Bürger brauchen wir!“ Wobei sich Schüler wie Projektpartner mit Lob bedacht fühlen konnten. Bevor dann Schüler, die sich als „Hände“ besonders positiv hervorgetan hatten, und die Sprecher der beteiligten Klassen von der Ehrenamtsbeauftragten und dem Bürgermeister die Ehrenurkunden (die Stunde im Museum war ein ernsthafter Festakt) in Empfang nahmen, ergriff der Rathaus-Chef das Wort.

„Jugendliche für das Ehrenamt zu begeistern“: Darum sei es vor allem gegangen – und darum, „Menschen und Situationen kennen zu lernen, die man bisher noch nicht so kannte.“ Hildegard Nießen betonte, der Natur ihres Amtes gemäß, den hinführenden Charakter der Aktion: „Ehrenamt muss Spaß machen“, forderte Nießen, damit die Heranwachsenden von heute auch als Erwachsene von morgen Lust haben, sich für ihre Mitmenschen einzusetzen. „Nach vorne marschieren und schauen, was geht.“ So hatte Schulleiter Jörg Klein das pädagogische Klima, in dem die „Helfenden Hände“ stattfinden, umrissen.

Den Teilnehmern, dessen ist sich auch Koordinatorin Feszler-Beyert sicher, hat das Projekt weit mehr gebracht als soziale Intelligenz im Umgang mit hilfsbedürftigen Mitmenschen. Nach Praktikantenplätzen zu suchen, sich in einer vorzeigbaren Form zu bewerben, sich dabei ein Stück weit selbst zu vermarkten: Der Nutzeffekt des Unternehmens reicht immer viel, viel weiter – in diesem Fall sogar ganz besonders.

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