140 Stolberger haben die neuen Ehrenamtskarten

Von: -jül-
Letzte Aktualisierung:
9945172.jpg
Ehre, wem Ehre gebührt (v.r.): K Ehrenamtsbeauftragte Hildegard Nießen, Helmut Schreiber, Anneliese Bemmelen, Karl Meuter, Rita Wolter, Katharina Schreiber, Marie-Luise Arth, Werner Schindler, Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier und Amtsleiterin Petra Jansen. Foto: J. Lange

Stolberg. „Sie befinden sich in guter Gesellschaft“, sagt Hildegard Nießen, als sie gemeinsam mit dem Bürgermeister und seiner Amtsleiterin Petra Jansen weitere Ehrenamtskarten im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Rathaus überreicht.

Die Ehrenamtsbeauftragte verweist darauf, dass mittlerweile 140 Stolberger stolze Inhaber dieses Scheckkarten großen Ausweises sind, der einige Vergünstigungen vor allem in öffentlichen Einrichtungen bietet.

„Gerne wird auch auf den Preisnachlass beim Spaghetti-Eis im Eiscafé verweisen“, erinnert Tim Grüttemeier an den Besuch von Regierungspräsidentin Gisela Walsken, die auf seine Einladung hin bereits beim Neujahrsempfang die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagement für das Gemeinwesen in der Kupferstadt unterstrichen hatte.

So unterstreicht Hildegard Nießen mehr den „ideellen Wert“ der Ehrenamtskarte als Anerkennung des Einsatzes, den auch die neuen Inhaber freiwillig und unentgeltlich leisten. „Sie schenken ihren Mitmenschen Zeit“, sagt Nießen. Dieses vorbildliche Engagement könne man gar nicht genug Wert geschätzt werden, man müsse es auch öffentlich kundtun.

Denn einerseits gebe es in der Kupferstadt noch zahlreiche und vielfältige Bereiche, die sich ganz nach persönlichem Gusto für eine sinnvolle Beschäftigung anbieten würden. Andererseits suchten immer mehr Stolberger – teilweise auch nach Veränderungen in ihrem Lebens- oder Berufsumfeld – neue Herausforderungen oder Aufgaben, sich in die Gemeinschaft einzubringen. „Ehrenamt wirkt ansteckend“, betont Nießen. Neue und gute Erfahrungen sind ein erstes Dankeschön dafür.

Eine weitere sichtbare Anerkennung ist eben die Vergabe der Ehrenamtskarte, für die man sich mindestens seit zwei Jahren und mit fünf Stunden wöchentlich eben engagieren muss.

Eine Voraussetzung, die alle neuen Inhaber mit Leichtigkeit erfüllen, denn sie sind nicht nur schon seit vielen Jahren aktiv, sondern meist auch auf unterschiedlichen Feldern engagiert. So summieren sich schnell nicht nur die „geschenkten Stunden“, sondern auch um ein Mehrfaches die für das Gemeinwohl in Stolberg erbrachten Leistungen – die auch während einer netten Gesprächsrunde nicht nur vom Bürgermeister und der Ehrenamtsbeauftragen gewürdigt wurde

So sind Katharina und Helmut Schreiber seit vielen Jahren ein Paradebeispiel für vielfaches Engagement auf unterschiedlichen Ebenen – etwa in der Vichter Dorfgemeinschaft, als Autoren lokalhistorischer Beiträge und Bücher, aber auch als vitale Mitstreiter in den organisatorischen Strukturen des Heimat- und Geschichtsvereins. Er ist auch für Karl Meurer als Organisationsleiter der Ausstellung „Meine Heimat“ sowie für Werner Schindler als Kassierer die Basis für die Ausstellung der Ehrenamtskarte.

Ähnlich engagiert ist auch Rita Wolter, die sich quasi in die gesamte Palette der Angebote und Leistungen des Breiniger Eifel- und Heimatvereins einbringt. Einen anderen Schwerpunkt für ihr ehrenamtliches Engagement hat beispielsweise Anneliese Bemmelen ausgewählt; sie bringt sich ein in die Warenausgabe der Stolberger Tafel. Marie-Luise Arth schenkt ihre Zeit in der Patientenhilfe des Bethlehem Gesundheitszentrums Erkrankten und ihren Besuchern. Und Marianne Hermanns ist beim Sozialdienst Katholischer Männer nicht nur Fachfrau rund um Patenfamilien, sondern unterstützt auch selbst eine Familie mit drei Kindern.

Wiederum ein anderes Spektrum für ihr bürgerschaftliches Engagement hat sich Silke Kropp ausgesucht mit Finanzwesen und Organisation der Tierschutzorganisation „Rhodesian Ridgeback in Not“ ausgesucht. Seit dem Jahr 2000 hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Menschen und Hunden zu helfen, die sich aus den unterschiedlichsten Beweggründen voneinander trennen müssen.

Anhand dieser neun neuen Inhaber der Ehrenamtskarte ist „bereits ersichtlich, wie unterschiedlich und vielfältig die Möglichkeiten sind, sich in Stolberg zu engagieren“, würdigt die Ehrenamtsbeauftragte; und Hildegard Nießen verschweigt bei dieser Gelegenheit nicht, dass sie noch viele Angebote und wichtige Aufgaben an zahlreiche Interessenten vermitteln könnte. Gewürdigt werden soll ihrer aller Einsatz auch bei einer weiteren Festveranstaltung zum „Tag des Ehrenamtes“ Anfang Dezember in der Stolberger Burg.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert