1,2 Millionen Euro fließen in Stolberger Sportanlagen

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
13553142.jpg
Rund 1,2 Millionen Euro möchte die Verwaltung der Kupferstadt in den kommenden beiden Jahren in die Infrastruktur von vier Sportanlagen investieren. Foto: J. Lange

Stolberg. Mit weiteren 1,2 Millionen Euro möchte die Kupferstadt die Infrastruktur ihrer Sportanlagen zeitgemäß aufstellen. Mit mehr als 2,4 Millionen Euro hatte die Stadt während der vergangenen beiden Jahre den Bau von Kunstrasenplätzen in Vicht, Breinig, Gressenich, Münsterbusch und Donnerberg sowie die Sanierung des Atscher Tennenplatzes gefördert.

Nun will der Sportdezernent noch einmal nachlegen und neben zwei Fußballvereinen auch Handball, Leichtathletik und dem Schulsport unter die Arme greifen. „Es ist unser Ziel, in moderne Sportanlagen zu investieren, die eine sinnvolle Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche ermöglichen“, sagt Robert Voigtsberger. Dabei nimmt der Erste Beigeordnete fünf Projekte nun konkret ins Visier, die bereits seit langem auf den Wunschlisten der Aktiven stehen und über die der Sportausschuss auf seiner Sitzung am Mittwoch, 7. Dezember, befinden soll.

Die vier Projekte

Fortgesetzt werden soll der Ausbau des Sportparks Dörenberg. Neben der bereits angedachten Mehrzwecksporthalle soll ein weiteres Kleinspielfeld mit Kunstrasen entstehen. Die Kapazitäten des Natur- und des Kunstrasenplatzes sind nicht nur erschöpft, sondern bei schlechtem Wetter völlig unzureichend. Von 667 Mitgliedern gehören 311 zur Jugendabteilung (47 Prozent). 21 Jugend-, eine Altherren- und drei Seniorenmannschaften tragen im Spielbetrieb das Trikot des VfL Vichttals.

Den Engpässen will Stolbergs Vorreiter-Fusionsclub mit zwei Maßnahmen begegnen: dem Bau eines weiteren Kleinspielfeldes und der Errichtung einer Soccer-Halle auf dem Dörenberg. Der VfL kalkuliert die Kosten des Kleinspielfeldes mit 250.000 Euro kalkuliert; der Verein will es mit Eigenleistung und Darlehen selbst finanzieren.

Vereine investieren 895.000 Euro

Die Kosten einer Sporthalle in Höhe von rund 400.000 Euro können die Vichttaler alleine nicht stemmen, berichtet Voigtsberger. Ebenfalls mit Eigenleistung und Darlehen könne der Verein 225.000 Euro aufbringen. 175.000 Euro soll nun die Stadt zuschießen. Dabei spielt das Vorhaben der Vichttaler dem Schul- und Sportdezernenten geradezu in die Karten. Es besteht nicht nur weiterer Bedarf an Sporthalleneinheiten, untermauert Voigtsberger, sondern insbesondere für den Schulsport der neuen Gesamtschule Mausbach/Breslauer Straße entstehe zusätzlicher Bedarf, der durch die Einfachturn- und die Gymnastikhalle in Mausbach nicht gedeckt werden kann.

„Die Sporthalle auf dem Dörenberg wäre in wenigen Fahrminuten erreichbar“, sagt Voigtsberger und verweist auf fruchtbare Gespräche mit den Vichttalern. Die Ergebnisse: Die Sporthalle wird werktags (außerhalb der Ferien) von 8 bis 16 Uhr dem Schulsport unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Über anfallende Energiekosten ist noch eine Regelung zu treffen. Neben den Linienführungen für Fußball werden weitere Sportarten, Vorrichtungen für Netzbefestigungen und ein Geräteraum für Schulmaterialien berücksichtigt. Der Boden mit gelenkschonendem Kunstrasenbelag ermögliche alle Ballspiele, die keinen Hartboden benötigen, sowie Tanz, Gymnastik, Bodenturnen, Spiele in Regelstrukturen, und vieles mehr. „Es ergibt sich ein attraktiver Mehrwert in der Sporthallensituation unserer Stadt“, bilanziert der Erste Beigeordnete.

Einen Mehrwert verspricht sich Voigtsberger auch von der Investition von 200.000 Euro in einen Kunstrasen am Kranensterz und von 30.000 Euro in die Sanierung des Vereinsheims des FC Adler. Die Büsbacher sparen bereits seit einiger Zeit für die Umgestaltung ihrer Sportplatzanlage. Zu einem Finanzierungsbedarf von 500.000 Euro können sie 270.000 Euro beisteuern, rechnet Voigtsberger vor. Und was nur wenige wissen. Mit 161 Kindern und Jugendlichen (48 Prozent) unter 334 Mitgliedern stellt der Adler die drittgrößte Jugendabteilung im Stadtgebiet. Zwei Senioren-, eine Altherren- und zehn Jugendmannschaften nehmen am Spielbetrieb teil. Dabei dokumentieren die Ergebnisse des aktuellen Sozialberichtes, „wie nachhaltig und notwendig Investitionen in den Sozialraum“ sind und wie wichtig dieser Beitrag zur präventiven Jugendarbeit“ ist, erklärt Voigtsberger.

Altes Übel wird angepackt

Darüber hinaus habe der FC Adler eine Kooperation mit der DJK Sportfreunde Dorff insbesondere im Jugendbereich aufgenommen. Angesichts ihrer Lage im Stadtgebiet, böten sich für die Büsbacher keine Möglichkeiten zu Fusionen. Nach Umsetzung der Baumaßnahmen sollen Sportplatz und Heim in das wirtschaftliche Eigentum des FC übergehen.

Neben Fußball sollen nun auch andere Sportarten zum Zuge kommen. Allen voran der Stolberger SV Handball, neben der Stolberger TG und Schulen vorrangiger Nutzer der Sporthalle Glashütter Weiher. Im Rahmen des Konjunkturpakets II war vor sechs Jahren bereits die Außenhülle des Gebäudes energetisch saniert worden, allerdings reichten die Mittel nicht aus, die überfällige Restaurierung im Inneren vorzunehmen. „Der Zustand der sanitären Anlagen sowie der Umkleiden entsprecht dem Baujahr“, sagt Voigtsberger. Grob kalkuliert schätzt das Hochbauamt den Aufwand auf 590.000 Euro. Im vergangenen Winter hatte der Beigeordnete noch gehofft, die Investitionen aus einem neu aufgelegten Bundesprogramm finanzieren zu können; doch im März kam die Absage aus Berlin für den „Sportpark Glashütter Weiher“. Voigtsberger musste neu überlegen. Nun soll in 2017 und in 2018 die Sanierung angegangen werden.

Gleiches gilt auch für den Projektpartner Stadion Glashütter Weiher, wo seit Ewigkeiten die Umkleiden unter den Tribünen einer Sanierung harren. Sie werden von Leichtathleten und Schulen genutzt. Rund 200.000 Euro werden nach vorsichtigen Schätzungen aufzubringen sein. In die sportlichen Anlagen war bereits im vergangenen Jahr investiert worden.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert