Stolberg - „100 Künstler - 100 Kacheln”: Erfolg verpflichtet zur Neuauflage

„100 Künstler - 100 Kacheln”: Erfolg verpflichtet zur Neuauflage

Von: Robert Flader
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Wollen mit ihren Kacheln kräftig Spenden sammeln: Ehlen Jos (v.l.), Nicole Kaffanke, Gabriele Prill und Gisela Klassen.

Stolberg. Dass man auf und mit einer exakt 20 mal 20 Zentimeter „großen” Kachel unglaublich viel darstellen kann, weiß Gabriele Prill ganz genau. Sie kennt sich nämlich bestens aus. Und wenn aus einem einzelnen kleinen Keramikquadrat in kurzer Zeit 100 werden, ist das umso besser.

Vor einem Jahr hatte die Künstlerin eine Idee und verschickte 100 „nackte” Kacheln an Künstlerkollegen in der ganzen Welt, verbunden mit der Bitte, die Kacheln nach eigenen Vorstellungen zu gestalten und dann wieder zurückzusenden - für einen guten Zweck und für eine Ausstellung, an deren Ende eine Auktion stehen sollte. Die Kunst-Kacheln sollten zu Gunsten des „Bunten Kreises in der Region Aachen” versteigert werden.

Mit dem Erlös werden schwerkranke Kinder und deren Familien mit einem umfangreichen Hilfsangebot unterstützt. Über 4000 Euro kamen so für den Bunten Kreis zusammen.

„Nach dem großen Erfolg der ersten Ausstellung wollte ich das Ganze einfach noch einmal wiederholen”, erläutert Initiatorin Prill. „Dass sich so viele Künstler spontan dazu wieder bereit erklärt haben, ist wirklich toll. Den Gewinn aus der letzten Auktion wollen wir dieses Mal aber auf jeden Fall übertreffen.”

Dieses Mal, damit ist die Ausstellung im Zinkhütter Hof gemeint, die noch bis Ende Mai dauert, ehe es am 31. Mai bei einem großen Auktionsevent wieder darum geht, die Kacheln höchstmöglich zu versteigern. Jede Kachel startet bei 25 Euro. Sofern dann überhaupt noch allzu viele Kacheln zu solch günstigen Konditionen erhältlich sind. Momentan kann man nämlich auch schon im Internet bieten. Der aktuelle Stand liegt bei rund 2300 Euro. Die alte Rekord dürfte also in jedem Falle erreicht werden.

Das freut auch Volker Pöhlsen: „Wir sind für jede einzelne Spende dankbar”, so der Vorsitzende des Bunten Kreises. „Und außerdem wird der Bekanntheitsgrad unseres Vereins dadurch auch extrem gesteigert und unsere Arbeit näher erklärt.

Das ist mindestens genauso wichtig.” Malern, Designern oder Hobbykünstlern wurden bei ihrem Unterfangen, die Kacheln zu gestalten, keine wirklichen Vorgaben gesetzt, wie Prill verdeutlicht. „Dass die Fläche so winzig ist, scheint die Künstler in ihrer Kreativität regelrecht zu beflügeln.” Die Materialien auf den exakt 109 Kacheln reichen von Acryl, Holz, Perlen, Filz und Sand bis hin zu Glas.

Eine auf den ersten Blick sehr ungewöhnliche Kachel hat Gisela Klassen entworfen: Eine Hand aus Draht ziert ihr kleines Keramikquadrat. Was das Ganze soll? „Ich wollte sprichwörtlich das Handliche, das Wesentliche darstellen”, sagt sie. „Die Hand ist schließlich das Werkzeug des Künstlers.”

Klassens Kachel wird wie die anderen auch am 31. Mai versteigert. Um 11 Uhr beginnt im Zinkhütter Hof das Auktionsevent. Dann wird auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die Schirmherrin des Projektes ist, erwartet.
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