Klare Absage für Wiedereinführung des alten Kennzeichens
Aachen/Monschau. Noch sieht sich Berthold Thoma nicht in einer Sackgasse. Zwar hat ihn am Freitag auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg in seinem Versuch ausgebremst, das Kfz-Kennzeichen «MON» für den Altkreis Monschau wieder einführen zu lassen. Doch der Heimatforscher aus Kalterherberg will mit seinen Mitstreitern aus der Nordeifel vielleicht ein letztes Mal den Blinker zu einem Überholmanöver setzen.
Berechnung des Niederschlagwassers: «Den bürgerfreundlichen Weg gewählt»
Stolberg. Einen Grund, Klage gegen den Gebührenbescheid der Stadt einzulegen, den kann Bernd Kistermann beim besten Willen nicht erkennen. Zumindest nicht wegen der Festsetzung der Flächen für die Berechnung des Niederschlagwassers.
Niemand muss auf der Straße frieren
Stolberg. Die sibirische Kälte hat auch die Kupferstadt fest im Griff. Wohl dem, der ein wärmendes Zuhause hat. Denn wenn in der Nacht die Temperaturen in den zweistelligen Minus-Bereich rutschen, droht Wohnungslosen der Kältetod.
Weihbischof Karl Borsch besucht Ditib-Moschee
Stolberg. 3500 Muslime leben in Stolberg. Grund genug für Weihbischof Karl Borsch, der türkisch-muslimischen Ditib-Moschee an der Rathausstraße im Rahmen seiner Visitation einen Besuch abzustatten.
Über 115.000 Personendaten aus der ehemaligen Gemeinde
Stolberg. Das Haus ist erfüllt von Geistern vergangener Zeiten. Auf der antiken Kommode ruht stolz und stark der hölzerne Elefant aus Thailand, die Wohnzimmerwände säumen filigran geschnitzte Fensterläden aus China, gleich nebenan dient eine amerikanische Tafel aus den 20er Jahren als schmucker Esstisch.
Stolberg. Es war dem guten Willen einer älteren Dame zu verdanken, dass die Stadtbücherei Stolberg im Jahr 2008 noch einmal einen kleinen Aufschwung erleben durfte.
Dalli erobert Spanien von Sant Adrià aus
Von Jürgen Lange | 02.09.2010, 17:34
Das Werk wurde 1981 erbaut und befand sich bis auf die Anfangsjahre im Besitz von Henkel. «Wir optimieren unsere Produktionsstruktur in Europa», erklärte in Düsseldorf Henkel-Sprecher Wulf Klüppelholz. In Spanien werde der Konzern Aktivitäten und Produktion auf die Standorte Sevilla und Montorns konzentrieren.
In diesem fast vollautomatisierten Werk Sant Adrià sind heute rund 60 Mitarbeiter beschäftigt, die von Dalli übernommen werden. «Wir werden dort unseren Personalbestand sukzessive ausbauen», kündigt Wolfgang Prigge, Vorsitzender des Beirates an. Denn bislang konzentrierte sich die Produktion ausschließlich auf Bleicheprodukte, mit denen Henkel u.a. mit den Marken «Conejo» und «Neutrex» den einheimischen Markt versorgte.
Bei rund 100.000 Tonnen rangiert die Jahresproduktion. Bleiche gilt als typisches südeuropäisches Produkt, mit dem bei Wäsche und Reinigung angesichts der hohen Temperaturen auch desinfiziert wird. Aus diesem Werk wird beinahe jeder Spanier durchschnittlich einmal im Jahr über den Handel mit einem Bleicheprodukt versorgt.
Mit der Übernahme des Standortes Sant Adrià erweitert Dalli nun sein Portfolio um das Produkt Bleiche, mit dem weiterhin der originäre Markt beliefert wird.
Aber Sant Adrià bietet den Stolbergern darüber hinaus ausgezeichnete Perspektiven. «Wir werden das Werk mit einer getrennten zweiten Produktionslinie ausstatten», kündigt Prigge an, um die Produktion von Wäschepflegeprodukte - vom Waschmittel bis zum Feinspüler - aufzunehmen auf einem expandierenden Markt.
«Mit dem Schritt nach Südeuropa folgen wir unseren deutschen Kunden, sie sich ebenfalls verstärkt in dieser Region engagieren», sagt Dr. Wirtz. Die Kunden von Dalli sind in erster Linie die großen deutschen Handelsketten, die zunehmend auf die Einhaltung der Öko- bzw. CO2-Bilanz durch ihre Lieferanten achten.
Dabei gerät neben Rohstoffen, Fertigung und Verpackung der Transport zunehmend in den Focus. «Bisher karren wir mit Lastwagen die Produkte in den Süden», erklärt Wolfgang Prigge, was bei niedrigpreisigen Produkten mit hohem Gewichtsanteil zunehmend kostenintensiv und ungünstig für die CO2-Bilanz ist.
«Da wir in Südeuropa bislang nicht über eine Produktionsstätte zur Herstellung dieser Produkte verfügen, wird Dalli diese Option kurzfristig nutzen», verweist Dr. Wirtz auf die verkehrsgünstige Lage in einer zentralen Region im Süden Europas. Den möchten die Stolberger zunehmend mit ihren Produkten via Handelsketten erobern. «Da macht es keinen Sinn, sie über tausende Kilometer durch Europa zu transportieren».
Die Standortentscheidung passt auch in die strategische Ausrichtung der Gruppe mit bislang fünf Standorten in Deutschland und den Niederlanden. «Wir fahren mit angezogener Handbremse», ist Dalli laut Prigge an seinen Kapazitätsgrenzen angekommen. Deshalb werde der Schritt nach Spanien auch keine negative Konsequenzen in den Stammwerken haben.
Mit dem Erwerb von Sant Adrià ist der Expansionsdurst der Stolberger auch noch nicht gestillt. «Wir werden weitere Möglichkeiten suchen, unsere Kunden auf ihrem Weg ins Ausland zu begleiten», so der Vorsitzende des Beirats, um dort, wo ausreichende Margen nachgefragt sind, mit einer eigenen Produktion präsent zu sein. Dabei sollen die breit aufgestellten, bestehenden Fertigungsstrecken gezielt mit regional relevanten Produktlinien vor Ort ergänzt werden.
«Zudem vertreten wir die Auffassung, dass die exzellente Qualität der dalli-Produkte nur gewährleistet werden kann, wenn wir vor Ort in eigenen Werken produzieren, die dem Qualitätsstandard des von Henkel übernommenen Werkes entsprechen», unterstreicht Dr. Hermann Wirtz: «Wir heißen unsere neuen Mitarbeiter herzlich willkommen und gehen mit großer Freude an die Weiterentwicklung des Standortes Sant Adrià».
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