Zehn Kommunen wollen Städteregion bei Tihange-Klage unterstützen

Von: gro
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Reaktor 2 ist wieder in Betrieb: Das Atomkraftwerk Tihange liegt bei Lüttich, nur etwa 60 Kilometer von Aachen entfernt. Foto: dpa

Städteregion. „Wir haben den Ehrgeiz, uns in einer juristisch zulässigen Weise gegen den Betrieb des Atomkraftwerkes Tihange zu wehren.“ Das sagte Helmut Etschenberg am Freitagnachmittag auf Anfrage unserer Zeitung. Ein abschließendes Ergebnis konnte der Städteregionsrat noch nicht präsentieren.

Die Prüfung, wie groß die Erfolgsaussichten im Falle eines rechtlichen Vorgehens der Städteregion gegen den AKW-Betreiber Electrabel sein könnten, ist noch nicht abgeschlossen.

„Wir haben zunächst Kontakt zu einer Sozietät aus Bonn aufgenommen, sind aber inzwischen in Gesprächen mit einer international agierenden Anwaltskanzlei, die unter anderem Sitze in Berlin und Brüssel hat“, berichtete Etschenberg. Diese habe zugesagt, „uns einen Lösungspfad aufzuzeigen. Denn ein unmittelbares Klagerecht haben wir nach derzeitiger Einschätzung wohl nicht.“

Anfang Januar wollen die Fachleute ihre abschließende Bewertung vorlegen. Derweil ist schon jetzt klar, dass die Städteregion für den Fall eines rechtlichen Vorgehens nicht alleine dastehen wird. „Neben der Stadt Aachen haben inzwischen auch die Bürgermeister der anderen neun regionsangehörigen Kommunen zugesagt, dass sie sich einer wie auch immer gearteten Klage anschließen würden.“

Ähnlich habe sich auch der Landrat des Kreises Düren, Wolfgang Spelthahn, geäußert. Weshalb sich Helmut Etschenberg in seiner „Akribie, die Angelegenheit weiterzuverfolgen“, bestärkt sieht. „Da baut sich eine gute Solidarität auf. Das ist ein sehr positives Signal“, freut sich der Städteregionsrat und verbreitet Zuversicht: „Je mehr wir werden, desto besser werden unsere Chancen.“

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