Wildunfälle: Jagdaufseher erinnert an Meldepflicht

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Nordeifel. Ein junger Dachs und ein Frischling sind am Wochenende offensichtlich auf der Zweifaller Straße angefahren worden und in den angrenzenden Wiesen verendet.

Besitzer bzw. Pächter der Wiesen informierten den zuständigen Jagdaufseher Bernd Roggenkamp, der die verendeten Tiere in Augenschein nahm und entsorgte.

„Das Fatale daran ist, dass in beiden Fällen bei der Polizei keine Wildunfälle gemeldet wurden. Dazu ist aber jeder Autofahrer gesetzlich verpflichtet“, sagte Roggenkamp. Es sei auch davon auszugehen, dass an den Fahrzeugen keine erkennbaren Schäden entstanden sind. Ansonsten hätten die Fahrzeughalter zur Schadensregulierung mit der Versicherung eine Bescheinigung über einen Unfall mit Haarwild gebrauch.

Entsetzt ist der Jagdaufseher von der Moral einiger Autofahrer bei Wildunfällen. „Alleine aus Tierschutzgründen bietet sich eine sofortige Meldung bei der Polizei an, da die Tiere nicht immer direkt an Ort und Stelle verenden, sondern sich in angrenzende Wiesen oder Dickungen schleppen. Wird der Unfall gemeldet, so kann der zuständige Jagdaufseher mit dafür ausgebildeten Jagdhunden die Tiere finden und sie, wenn nötig, vom Leiden erlösen.“

Momentan sei viel Jungwild unterwegs – Dachse, Füchse, Frischlinge und bald auch Rehkitze und Rotwildkälber. Diese Tiere kennen viele Gefahren noch nicht. So werden in den Dämmerungsstunden und mitten in der Nacht Straßen überquert. Deshalb sei auf vielen Straßen besondere Vorsicht geboten.

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