Aachen/Stolberg - Wie ein Autokauf als brutaler Raub endete

Wie ein Autokauf als brutaler Raub endete

Von: Wolfgang Schumacher
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Die beiden angeklagten Brüder sollen einen mutmaßlichen Autokäufer angegriffen und bestohlen haben. Foto: dpa

Aachen/Stolberg. Zu den Vorwürfen sagten die beiden wegen schweren Raubes angeklagten Brüder am Mittwoch vor dem Aachener Landgericht nichts. Sie schwiegen am ersten Verhandlungstag vor der 9. Großen Strafkammer dazu, ob sie nun wirklich am 25. Juli 2016 in Stolberg einen vermeintlichen Autokäufer mit Hilfe weiterer, bislang unbekannter Mittäter angegriffen, dem Mann die Nase gebrochen und seine teure Uhr sowie 7000 Euro hatten mitgehen lassen.

Die beiden 33 und 34 Jahre alten Brüder Ahmad und Hassan S. sind Autohändler aus Aachen und kamen Mitte der 1980er Jahre mit den Eltern aus dem Libanon, wie sie am Mittwoch vor der Vorsitzenden Richterin, Judith Höpcke, im Landgericht Aachen berichteten.

Vor ungefähr drei Jahren sei ein weiterer Bruder, der den Autohandel im Bereich Strangenhäuschen in Aachen aufgebaut hatte, nach schwerer Krankheit noch jung gestorben, da hätten sie eigenständig das Geschäft weitergeführt.

Warum es zu der mutmaßlichen Tat kam, dazu sagten die Angeklagten am Mittwoch nichts. Und das für 13 Uhr als Zeuge geladene Opfer erschien nicht vor der Kammer, also gab es keine Informationen zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft.

Das veranlasste Richterin Höpcke, den Geschädigten zwangsweise am zweiten Verhandlungstag am Donnerstag durch die Polizei vorführen zu lassen.

Die beiden Beschuldigten sollen sich an einem Montagnachmittag im Juli auf dem Vorplatz des Stolberger Hauptbahnhofes mit dem 34 Jahre alten Opfer verabredet haben. Zweck der Übung: Sie wollten ihm einen neuen Wagen, einen Mercedes GL, im Tausch gegen seinen alten Wagen plus einer Summe von 7000 Euro verkaufen.

Dann eskalierte die Sache. Als der Käufer mit einem roten Alfa Romeo ankam, soll er von einem der Angeklagten einen heftigen Schlag mit dem Schaft einer Schusswaffe ins Gesicht bekommen haben. Die Folge sei ein Nasenbeinbruch gewesen.

Dann sollen die Angreifer ihrem Opfer das Bargeld, die Uhr im Wert von 20.000 Euro und den Wagen abgenommen haben. Die vermeintlichen Täter und der Alfa sei mit der Kleidung des Mannes davon gebraust.

Der Prozess wird am Donnerstag ab 9 Uhr fortgesetzt.

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