Wertschätzung als Grundlage für ein gutes Miteinander

Von: ath
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Gemeinsamer Rhytmus: Menschen
Gemeinsamer Rhytmus: Menschen mit und ohne Behinderung trommeln mit der Trommelgruppe aus Monschau-Imgenbroich mit ihrem Vortrommler Serge Salimon. Foto: Andrea Thomas

Alsdorf. Jemanden wertschätzen, heißt, ihn so zu nehmen, wie er ist, mit all seinen Stärken und Schwächen, seinen Vorzügen und Macken. Gegenseitige Wertschätzung als Grundlage für ein gutes Miteinander am Arbeitsplatz - in den Werkstätten der Caritas Behindertenwerk GmbH (CBW) wird das groß geschrieben, aber nicht als Selbstläufer betrachtet.

Deshalb haben Mitarbeiter und Beschäftigte die „Kultur der Wertschätzung” zu ihrem Jahresthema gemacht und sich auf allen Ebenen damit auseinandergesetzt. Die Ergebnisse wurden nun im Alsdorfer Energeticon vorgestellt.

Vor gut drei Jahren habe man sich auf den Weg gemacht, habe Ziele und Visionen formuliert. Der Weg sei also klar, sagte Geschäftsführer Michael Doersch, doch: „Gehen wir ihn auch richtig?” Basis für ihre Arbeit als Unternehmen der Caritas sei das christliche Menschenbild, aus dem sich die Wertschätzung des anderen ganz selbstverständlich ergebe. Ein Gedanke, den Barbara Geis, Seelsorgerin des Caritasverbands im Bistum Aachen, im Wortgottesdienst aufgriff: „Jeder ist anders anders als der Andere”. Jeder Mensch sei von Gott „gewertschätzt”, so wie er sei.

Das im Alltag nicht zu vergessen, wenn man sich über einander ärgere, Fehler verzeihen zu können, sich für einen gerechten Umgang miteinander einzusetzen, hatten einige der Menschen mit Behinderung in Fürbitten formuliert, die sie an den „Baum der Toleranz” hefteten. Er soll einen Platz im Hauptwerk der in Eschweiler bekommen.

Nach dem Gottesdienst stellten die Projektgruppen, die in den letzten Monaten an unterschiedlichen Aspekten des Themas gearbeitet hatten, ihre Ergebnisse vor. Unter dem Stichwort „Unternehmensethik” haben die CBW-Mitarbeiter Leitlinien für ihre Arbeit und den Umgang miteinander entwickelt. Damit diese von allen verinnerlicht würden, müsse man viel „trommeln”, nur so bekomme man eine gute Melodie, erklärten sie. Ein Bild, das die Trommelgruppe aus Monschau-Imgenbroich mit Vortrommler Serge Salimon auf der Bühne mit Leben erfüllte. Unter dem Titel „Wir bauen Brücken” bewiesen die behinderten und nicht behinderten Mitglieder, wie man einen gemeinsamen Rhythmus findet.

Auch zur nächsten Projektgruppe gab es eine künstlerische Umsetzung. Die Tanzgruppe „Klinik Angels” aus Eschweiler stellte Konflikte im täglichen Miteinander und deren Bewältigung dar. Die Projektgruppe „Kommunikation” hatte sich damit auseinandergesetzt, was ein gutes Gespräch ausmacht und wie Teamarbeit sowie Streitschlichtung aussehen können. Daraus haben die Beschäftigten der Werkstatt in Weisweiler Plakate entwickelt, die nun in allen Einrichtungen hängen.

Ein Bestandteil der Angebote außerhalb der Arbeit sind die Kreativkurse von Dorota Okwieka. In Kunstprojekten haben die Mitarbeiter die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit Themen, die sie bewegen. Daraus ist eine Ausstellung entstanden, die noch bis Ende der Woche im Energeticon zu sehen ist.
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