Weniger Temposünder geblitzt

Von: Udo Kals
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Radarfalle VErkehrssünder
Achtung Radarfalle: Verkehrssünder müssen tief in die Tasche greifen. Foto: ddp

Aachen. Es wird weniger gerast zwischen Baesweiler und Monschau - zumindest lassen die neuesten Zahlen des Kreisordnungsamtes diesen Schluss zu. Denn während die Zahl der kontrollierten Fahrzeuge mit rund zwölf Millionen im Vergleich zu den Vorjahren konstant geblieben ist, sinken die „Knipser”-Einnahmen weiter.

Konnte der Landrat im Jahr 2006 noch 5,41 Millionen Euro an Verwarnungs- und Bußgeldern wegen zu schnellen Fahrens verbuchen, überwiesen die Temposünder nach 4,87 Millionen in 2007 im abgelaufenen Jahr „nur” noch 4,55 Millionen Euro auf das Kreis-Konto - ein Rückgang von knapp 900.000 Euro.

Rund 12.000 Bußgelder

Außer den Einnahmen, die komplett in den Haushalt fließen - für das Jahr 2008 kalkulierte der Kreis übrigens mit 4,93 Millionen Euro -, gingen auch die Fallzahlen zurück: Von 218.565 Temposündern im Jahr 2006 auf 197694 im abgelaufenen Jahr. Davon mussten 185.688 ein Verwarnungsgeld und 12.006 ein Bußgeld zahlen.

Das heißt: In knapp 94 Prozent der geahndeten Fälle waren die Autofahrer höchstens 20 Stundenkilometer zu schnell - und dann sind Verwarnungsgelder fällig. Erst bei gröberen Verstößen gibt´s ein Bußgeld, das im vergangenen Jahr noch bei 40 Euro begann. Seit dem 1. Februar gilt: Ein Bußgeld kostet mindestens 70 Euro.

Wie viele Raser von einem Starenkasten geknipst und wie viele von den zwei mobilen Überwachungswagen erwischt worden sind, darüber gibt es vom Kreisordnungsamt keine Zahlen. Klar ist jedoch, dass - rein rechnerisch - in den meisten Fällen gar keine Kamera in den Starenkästen ist.

Schließlich kommen auf die 55 Messstellen an 50 Standorten nur acht Kameras - was einer Quote von etwa 1:7 entspricht. Und so gibt es auch Starenkästen, die gar nicht mehr bestückt werden. Wobei der Kreis darauf setzt, dass die bloße Präsenz einen abschreckenden Effekt hat. Zumindest für Ortsfremde. Im Gegensatz zu den stationären Kameras sind die mobilen rund um die Uhr besetzt: zwei Autos, in drei Schichten, an über 200 mobilen Standorten.
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