Von der Schule in den Beruf: Schülern frühzeitg zum Durchblick verhelfen

Von: Daniel Gerhards
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Aachen. Nach der Schulzeit stehen junge Menschen vor einer entscheidenden Gabelung auf ihrem Lebensweg. In welche Richtung soll es gehen? Welche Ausbildung passt am besten zu mir?

Wo kann ich meine Stärken einbringen? Bin ich reif für eine Berufsausbildung? Oder will ich auf ein Studium hinarbeiten? Solche Fragen stellen sich viele Schüler kurz vor dem Abschluss. Leider finden einige keine befriedigenden Antworten auf diese Fragen.

Schüler können sich an vielen unterschiedlichen Stellen zu diesem Thema beraten lassen. Zudem gibt es unzählige Weiterbildungsangebote. All das soll zukünftig durch das „Übergangssystem Schule-Beruf” koordiniert werden. Im Rahmen des Landesvorhabens ist die Städteregion eine von sieben Referenzkommunen, die das Programm schon ab März umsetzen werden. Die anderen Kommunen folgen 2013. Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Staatsekretär Dr. Wilhelm Schäffer vom NRW-Arbeitsministerium unterzeichneten jetzt eine Absichtserklärung zur Umsetzung des Programms.

Neben der Koordination aller beteiligten Institutionen sollen drei praktische Ziele realisiert werden: Ab der achten Klasse soll jeder Schüler an jeder Schule - von der Förderschule bis zum Gymnasien - individuell zum Thema Berufseinstieg beraten werden. Über Praktika sollen sie Einblicke in bestimmte Berufe gewinnen. Bei den Bildungsträgern sollen die Schüler schauen, welche Berufe zu ihren Talenten und Neigungen passen.

„Wir wollen die Jugendlichen schon vor dem Schulabschluss fit für den Beruf machen. Dadurch wollen wir vermeiden, dass sie in Warteschleifen geraten, in denen nur Zeit verschwendet wird”, sagte Etschenberg. In solchen Warteschleifen befänden sich in NRW derzeit 80.000 Jugendliche, erklärte Schäffer. Dies könne durch eine systematische Berufs- und Studienorientierung vermieden werden. Die bestehenden Angebote von Bund, Land und privaten Stiftungen glichen jedoch einem „Dschungel”, meinte Schäffer.

Sie müssten gebündelt und koordiniert werden. Vielleicht könne auch etwas wegfallen. Das Bildungsbüro der Städteregion wird alle Beteiligten an einen Tisch holen: Kammern, Schulen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter, Hochschulen, Agentur für Arbeit, Integrationsdienste und weitere Partner sollen eingebunden werden. Innerhalb dieser Gruppe werde es Arbeitskreise zur Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, und zu Ausbildung und Studium geben, erklärte Gregor Jansen, Bildungsdezernent der Städteregion.

Diesen Prozess ins Rollen zu bringen, bezeichnete Schäffer als „gewaltige Aufgabe”. Die anderen Kommunen in NRW sollen von den in der Städteregion und den anderen Referenzkommunen gemachten Erfahrungen profitieren. Etschenberg betonte: „Wir wollen, dass junge Menschen bessere Chancen beim Berufseinstieg haben und ihnen damit eine Zukunftsperspektive ermöglichen.”
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