Von Dämpfern und Zuversicht

Von: Jutta Geese
Letzte Aktualisierung:
Hier wollen alle Kandidaten hi
Hier wollen alle Kandidaten hin: Wer es in den Düsseldorfer Landtag schafft, wird am 13. Mai abends feststehen. Foto: imago/Sepp Spiegl

Aachen. Vor der Landtagswahlgeben sich alle Parteien optimistisch: Die Piraten hoffen auf zweistelliges Ergebnis. Für Edgar Springob ist der Stress vor der Landtagswahl seit Donnerstag vorbei. Fast jedenfalls.

Nachdem der Wahlausschuss über die Zulassung der Direktkandidaten in den beiden Wahlkreisen im Altkreis entschieden hat und der Landeswahlausschuss dies am kommenden Samstag für Listenkandidaten getan haben wird, muss der Leiter der auch für Wahlen zuständigen Kommunalaufsicht bei der Städteregion nur noch den Druck der Stimmzettel in Auftrag geben. Und dafür sorgen, dass diese zügig an die neun Kommunen ausgeliefert werden. Stressig wird es für ihn und sein Team dann wieder so richtig am 13. Mai, dem Wahltag.

Anders sieht das bei den Parteien aus. Für die fängt der Stress erst an. Gerade mal vier Wochen haben sie Zeit, die Bürger von sich und ihren Kandidaten zu überzeugen. Eine realistische Chance, direkt in den Landtag gewählt zu werden, haben - das sagen auch deren Mitbewerber - im Altkreis jedoch nur die Kandidaten von CDU und SPD. Wobei jede der beiden Parteien zuversichtlich ist, beide Wahlkreise zu gewinnen. Vor zwei Jahren gelang ihnen das nicht: Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD) jagte der CDU den Nordwahlkreis mit gut 1900 Stimmen Vorsprung ab, im Süden behauptete sich Axel Wirtz (CDU) nur knapp mit 540 Stimmen Vorsprung gegen Stefan Kämmerling (SPD).

Den anderen Kandidaten geht es vor allem darum, dass ihre Partei den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde und damit den Einzug in den Landtag schafft. Den Grünen wird das deutlich gelingen, meint deren Vorsitzender in der Städteregion, Marc Peters. Trotz der neuen Konkurrenz durch die Piraten. Und er ist überzeugt, dass es eine Neuauflage von Rot-Grün, „dann aber gestärkt”, geben wird. Die Koalition habe vieles bewegt und habe noch viel auf der Agenda. Gegen eine Fortsetzung dieser Politik hat die FDP etwas. Aber ob sie es wieder in den Landtag schafft? Parteichef Dr. Werner Pfeil setzt da auf den Christian-Lindner-Effekt, die Zugkraft des Spitzenkandidaten und, ähnlich wie die CDU, auf das Thema Schuldenabbau. Das miserable Abschneiden im Saarland sei zwar ein „kleiner Dämpfer” gewesen, werde sich aber nicht auf NRW auswirken.

Optimistisch ist auch Linke-Parteivorsitzender Darius Dunker, auch wenn er - unter anderem mit Blick auf die Piraten - einräumt. „Es wäre jetzt gelogen zu sagen, wir brauchen uns keine Sorgen zu machen.” Seine Partei werde vor allem mit ihren Kernthemen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik sowie Schuldenbremse punkten, glaubt er. Zu keinem dieser Themen hätten die Piraten eine Antwort. Trotzdem werden die in den Landtag einziehen, meint Piraten-Vertrauensmann Gunter von Hayn. Und in der Städteregion sei sogar ein zweistelliges Ergebnis realistisch. Darauf spekuliert Gerd Maaßen von den Freien Wählern nicht, wohl aber auf ein Ergebnis knapp über fünf Prozent. Denn dann kämen über ihre Liste gleich vier Politiker aus der Städteregion in den Landtag. „Das wäre doch gut für die Region”, meint Maaßen. Sieben Bewerber um das Direktmandat im Norden, acht im Süden

Im Wahlkreis Aachen III (Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen) kämpfen sieben Kandidaten um den direkten Einzug in den Düsseldorfer Landtag: Hendrik Schmitz (CDU), Eva-Maria Voigt-Küppers (SPD), Horst-Dieter Heidenreich (Grüne), Dr. Werner Pfeil (FDP), Marika Jungblut (Linke), Kai Baumann (Piraten) und Sylvia Tessa Köhne (Freie Wähler).

Im Wahlkreis Aachen IV (Eschweiler, Stolberg, Monschau, Roetgen und Simmerath) bewerben sich acht Kandidaten um den direkten Einzug in den Landtag: Axel Wirtz (CDU), Stefan Kämmerling (SPD), Werner Krickel (Grüne), Kurt Victor (FDP), Albert Borchardt (Linke), Philipp Emmert (Piraten), Rainer Buchholz (ÖDP) und Johannes Hubertus Franke, genannt Hubert vom Venn (Freie Wähler).
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert