Viel Zeit investieren, mitreden und sich einmischen

Von: Martina Stöhr
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Sie bilden den neuen Vorstand der Bezirksschülervertretung: Ann-Cathrin Hamacher, Nathalie Tuzolana, Jakob Ebbertz, Bilgin Bayram, Alina Meuser, Tim Czaplejewicz, Pia Kraushaar, Julian Krichel, Alexander Süßmuth, Linus Momodhu, Jordis Wannewitz, Moritz Breuer, Conny Schmetz, Sebastian Reinhold und Lars Meyer. Es fehlt Laura Jaquet (v.l.). Foto: Städteregion

Städteregion. Conny Schmetz (17) und Lars Meyer (15) sind die neuen Bezirksschülersprecher für die Städteregion. Sie wurden bei der Bezirksdelegiertenkonferenz im Haus der Städteregion gewählt und repräsentieren fortan rund 43.000 Schüler. Dass sie sich für ihre Mitschüler engagieren und dafür sehr viel Zeit investieren, ist für beide eine Selbstverständlichkeit. Kein Wunder also, dass sie sich für ihre Zeit nach der Schule durchaus eine politische Karriere vorstellen können.

Die Themen, die auch in der Schule heiß diskutiert werden, sind allgemein bekannt: Inklusion, Integration von Flüchtlingen, die finanzielle Sicherung der Schulsozialarbeit auch in der Zukunft und die Stilllegung der Atomreaktoren Tihange 2 und Doel 3.

Erst kürzlich hat sich die Bezirksschülervertretung (BSV) mit der Verwaltungsspitze der Städteregion getroffen um sich auszutauschen. „Wir haben uns die Teilnahme an einem siebten Ausschuss gewünscht“, erzählt Conny Schmetz. Städteregionsrat Helmut Etschenberg habe sehr freundlich auf dieses Ansinnen reagiert. Überhaupt sei die Gesprächsatmosphäre immer entspannt.

„Das findet alles auf einer Ebene statt“, sagt Conny. Und so kann die BSV demnächst auch einen Vertreter in den Ausschuss für regionale Zusammenarbeit, Mobilität und Europa schicken. Schon jetzt sitzen Schülervertreter in Ausschüssen wie dem Umwelt-, dem Schul- und dem Jugendhilfeausschuss. Und laut Etschenberg werden sie dort auch sehr ernst genommen.

Während der Bezirksdelegiertenkonferenz wählten die Schüler nicht nur ihren neuen Vorstand, sondern sie bestimmten auch die Themen, die in den kommenden Monaten behandelt werden sollen. Außerdem legten sie fest, wer welchen Ausschuss besucht. „Es ist toll, dass man uns eine Stimme gibt“, meint Lars Meyer. Ebenso wie Conny Schmetz will er sich verstärkt an der Basis einsetzen.

„Wir haben am Aquis Plaza in Aachen eine Umfrage gemacht und die Schüler unter anderem gefragt, was ihnen an ihrer Schule gefällt und was nicht“, erzählen die beiden Bezirksschülersprecher. Auf dem Straßenfest in der Aachener Lothringer Straße wollen sie die Umfrage wiederholen. Im Sommer sollen die Ergebnisse dann ausgewertet werden.

Etwa 100 Schülersprecher haben sich bei der Bezirksdelegiertenkonferenz getroffen. 14 von ihnen wurden neben den Vorsitzenden in den Vorstand gewählt. Der 25-jährige Christoph Bosle findet es wichtig, dass auch Berufskollegs oder Schulen wie das Euregio-Kolleg vertreten sind. Er selbst hat auf dem zweiten Bildungsweg am Euregio-Kolleg sein Abitur gemacht. Und die Interessen älterer Schüler unterscheiden sich seiner Meinung nach immer mal wieder von denen jüngerer Schüler.

Aber allen Schülervertretern scheint eines gemein: Sie engagieren sich und scheuen dabei keine Mühen. Conny Metz hat es sogar bis in den Landesvorstand geschafft. Dort vertritt sie nun die Schüler der Städteregion. Und Tim Münster vom Couven-Gymnasium in Aachen ist zwar nun kein Bezirksschülersprecher mehr, er will sich aber dennoch weiterhin engagieren, denn: „Es ist toll, dass wir Einfluss auf Entscheidungen nehmen können, die sonst über unsere Köpfe hinweg getroffen würden.“

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