Städteregion - Veterinäramt warnt vor illegalen Hundehändlern

Veterinäramt warnt vor illegalen Hundehändlern

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Symbol Beagle Hund Foto: Carsten Rehder dpa
Jedes Jahr sind die Tierheime in der Region nach den Feiertagen überfüllt, weil viele Leute ihre „Geschenke“ wieder abgeben. Symbolbild: dpa

Städteregion. Tiere umtauschen? Das geht auf keinen Fall! Das sollte jedem, der einen Hundewelpen oder ein Katzenbaby zu Weihnachten verschenken möchte, bewusst sein, mahnen die Experten vom städteregionalen Amt für Tierschutz und Veterinärwesen.

Denn jedes Jahr sind die Tierheime in der Region nach den Feiertagen überfüllt, weil viele Leute ihre „Geschenke“ wieder abgeben. Die Tiere sitzen dann in Käfigen und stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Was in der Vorweihnachtszeit oft noch dazu kommt, auch in der Städteregion: illegale Händler, die vor allem Hundewelpen ohne Ausweise und Kaufverträge als vermeintliches „Schnäppchen“ anbieten. So haben das städteregionale Amt und die kommunalen Ordnungsämter allein in diesem Jahr bei Kontrollen bislang rund 70 Hunde, vor allem junge, sichergestellt. Viele von ihnen kamen aus dem ost- und südosteuropäischen Raum. Die Tiere sind ohne Papiere und ohne gültige Tollwutimpfung nach Deutschland gebracht worden. Sie müssen nun für mehrere Wochen in Quarantäne im Tierheim bleiben.

Das Amt für Tierschutz und Veterinärwesen geht jedem Hinweis aus der Bevölkerung nach und überprüft vermeintliche Händler. Dies gestaltet sich mitunter schwierig, denn die Tiere werden oft nicht bei den Anbietern Zuhause gehalten. Außerdem besitzen Käufer von vermeintlichen Händlern meistens keine Papiere oder Kaufverträge, so dass die Verantwortlichen nur sehr schwer ermittelt werden können.

Mit illegal erworbenen Tieren machen sich laut Dr. Anna Woitok vom Amt für Tierschutz und Veterinärwesen auch die Käufer selbst strafbar. Denn sie verstoßen gegen seuchenrechtliche Bestimmungen. Niemand sollte deshalb ein Tier von Unbekannten kaufen – sei der Preis auch noch so verlockend.

Vorgaben beim Welpenhandel

Jeder, der vorhat, seine Liebsten zum Fest mit Tieren zu überraschen, sollte einige wichtige Hinweise des Tierschutz- und Veterinäramtes beachten. Denn gerade Katzen und Hunden sollte jeder Halter langfristig Sicherheit und ein passendes Zuhause bieten können. Tiere sollten nur von eingetragen Züchtern erworben werden.

„Grundsätzlich dürfen Hunde- und Katzenwelpen frühestens ab der 15. Lebenswoche nach Deutschland eingeführt werden“, betont Woitok. Hund oder Katze müssen auf jeden Fall gegen Tollwut geimpft werden, was aber frühestens im Alter von zwölf Wochen möglich ist. Danach dauert es 21 Tage, bis sich genügend Antikörper gebildet haben und somit ein Impfschutz gegeben ist.

Sollten Hunde und Katzen, die jünger als 15 Wochen sind, nach Deutschland eingeführt werden, müssen diese in einer zugelassenen Quarantäneeinrichtung untergebracht werden, bis ein belastbarer Tollwutimpfschutz gewährleistet werden kann. Die Kosten – durchschnittlich etwa 500 Euro insgesamt – muss der Tierhalter tragen. Zu beachten ist außerdem, dass für eine Einreise nach Deutschland auch eine Kennzeichnung mit Microchip, Heimtierausweis oder ein entsprechendes Gesundheitszeugnis vorliegen muss. Auch eine Blutuntersuchung muss unter Umständen erfolgen. Eine Einfuhr ohne gültige Tollwutimpfung ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld geahndet.

Weitere Infos zu den in Deutschland geltenden Vorgaben beim Welpenhandel gibt es auf der Internetseite des Bundeslandwirtschaftsministeriums www.bmel.de, im Bereich „Artgerechte Tierhaltung, Tierhandel und Transport“.

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