Universität Krakau und VHS Eschweiler werben für gemeinsames Europa

Von: Tobias Röber
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Aachen/Eschweiler. Der Astronom Nikolaus Kopernikus hat sie besucht, ebenso wie Papst Johannes Paul II. Die Rede ist von der Jagiellonen-Universität in Krakau, die 1364 gegründet wurde und die zweitälteste in Mitteleuropa ist. Diese bedeutende Universität hat jetzt zum zweiten Mal ein großes Projekt mit der Volkshochschule Eschweiler angepackt.

An dem Wissenswettbewerb „Vielfalt der Sprachen und Kulturen – 25 Jahre nach dem Fall der Mauer und der Demokratisierung Polens“ haben mehr als 1000 Menschen teilgenommen. Das große Finale steigt an diesem Samstag, 2. Mai, in Aachen.

Es war die zweite Auflage des Wettbewerbs, bei dem 72 Fragen (71 mal multiple choice) in einer vorgegebenen Zeit beantwortet werden mussten. Grundsätzlich ging es dabei um die Geschichte und Kultur Europas unter besonderer Berücksichtigung der Ereignisse in Polen und Deutschland rund um das Jahr 1989. Nach Harry Potter, Pan Tau und der Rockband U2 wurde aber ebenso gefragt.

Zur ersten Auflage waren Bürger aus Deutschland und Polen aufgerufen, 1200 Teilnehmer folgten der Einladung. Ziel ist, Werbung für Europa als Ort der Toleranz und der Vielfalt der Sprachen und Kulturen zu machen. „Wir sind für ein vereintes Europa, aber jeder soll seine Kultur und seine Sprache behalten“, erklärt Malgorzata Müller, die an der Eschweiler VHS den Bereich Sprachen leitet und den Wettbewerb mit organisiert.

Der Wettbewerb war dieses Mal europaweit ausgeschrieben und zog jedoch weltweit Kreise. Im Finale stehen auch Teilnehmer aus Brasilien, Japan und den USA. Die 20 Finalisten werden je einen maximal zehnminütigen Vortrag halten. Im Anschluss entscheiden eine Jury (bestehend aus Vertretern der Veranstalter, des Polnischen Instituts Düsseldorf, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft sowie der Volkshochschulen) und das Publikum über die Sieger. Besucher sind also willkommen.

Kooperationspartner des Wettbewerbs sind das Aachener Institut Polonicus, die Stadt Aachen und die Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen. Schirmherren sind der Präsident des EuropäischenParlaments und designierter Karlspreisträger Martin Schulz sowie Donald Tusk, der ehemaliger Ministerpräsident Polens und Präsident des Europäischen Rates.

Das Finale wird am Samstag um 11 Uhr im Ballsaal des Alten Kurhauses, Komphausbadstraße 19 in Aachen, eröffnet. Die Sieger werden am Abend im Rahmen bei der Polonicus-Gala im Aachener Rathaus als Teil des Karlspreis-Rahmenprogramms gekürt. Beginn der Gala ist um 19 Uhr.

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