Simmerath - Telefonaktion: Mehrere Therapieformen bei Gelenkverschleiß

Telefonaktion: Mehrere Therapieformen bei Gelenkverschleiß

Von: ath
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Sitzt am Mittwoch für unsere Leser am Telefon: Dr. Johannes Maiburg

Simmerath. Unsere Gelenke sind unterschiedlichsten Belastungen ausgesetzt, was zu ihrem Verschleiß führt. Auch Krankheiten oder Unfälle können dazu führen, dass Gelenke so stark zerstört werden, dass die Beweglichkeit schmerzhaft eingeschränkt wird.

Waren alle konservativen Methoden wie Medikamente, Spritzen oder Krankengymnastik erfolglos, steht ein Gelenk- oder Gelenkteilersatz zur Diskussion. Verschiedene Prothesentypen ermöglichen eine auf den Patienten und seine Bedürfnisse abgestimmte Versorgung. Und auch Prothesenwechsel – der Knochen baut sich mit dem Alter weiter ab, die Prothese lockert sich – werden bei steigender Lebenserwartung immer häufiger.

Dr. Johannes Maiburg leitet das orthopädische Zentrum für Chirurgie an der Eifelklinik in Simmerath. Er und sein Team haben sich auf den Einsatz künstlicher Gelenke sowie auf den Prothesenwechsel spezialisiert und kommen auf rund 900 Eingriffe pro Jahr. Bei unserer Telefonaktion „Leser fragen – Ärzte antworten“ informiert Maiburg am Mittwoch, 16. Dezember zum Thema Gelenk- und Gelenkteilersatz.

„Wir suchen für jeden Patienten die individuell passende Prothesenlösung. Dabei spielen Indikation, Alter und Anspruch eine Rolle“, erläutert er. Ausschlaggebend für den richtigen Zeitpunkt einer Operation seien die persönliche Situation und der Leidensdruck des Patienten, also wie sehr ihn Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und somit eine verminderte Lebensqualität belasten.

Der Patient entscheidet

Die Entscheidung liege beim Patienten. Gleiches gelte auch bei einer Wechsel-OP. Gebe der Anästhesist sein Okay, dass das Narkoserisiko überschaubar sei, gebe es keine Altersgrenze für eine Operation. Dabei wird nach Möglichkeit so operiert, dass so viel Knochen wie möglich erhalten bleibt, um einen späteren Prothesenwechsel zu erleichtern.

Dazu gehört auch der Einsatz beziehungsweise der Verzicht auf Knochenzement. Das ist bei Hüften und Knien nämlich ganz unterschiedlich: „Ich zementiere Hüften nur, wenn es gar nicht anders geht. Knie dagegen fast immer“, erklärt Dr. Maiburg. Das liegt am unterschiedlichen Aufbau der Gelenke. Das jeweilige Verfahren zielt darauf ab, eine gute Stabilität zu erreichen, einen eventuellen späteren Wechsel einfacher zu machen und damit das Risiko niedrig zu halten.

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