„Tag des Handwerks“: Berufswahl mal ganz einfach gemacht

Von: Rolf Hohl
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Hoffen auf viele Besucher beim Tag des Handwerks: Wilhelm Grafen, Geschäftsführer für die Bildungszentren, und Simone Weiner von der Handwerkskammer. Foto: Ralf Roeger

Städteregion. Im Leben gibt es viele Baustellen, eine davon ist der berufliche Werdegang. Und wie das bei Baustellen so ist, weiß man zu Beginn oft nicht, wo man überhaupt anfangen soll. Besonders Schüler stehen nach der Zeit im Klassenzimmer oft ratlos vor diesem großen Fragezeichen.

 Die Handwerkskammer Aachen richtet darum zum sechsten Mal den „Tag des Handwerks“ aus, um Jugendlichen unkompliziert Einblicke in verschiedene Berufswelten zu geben.

Der Schulcontest ist dabei nur eine der vielen Möglichkeiten, gleichzeitig etwas über seine eigenen Fähigkeiten zu lernen, und sich dabei auch noch mit anderen Schülern zu messen. „Es gibt jeweils immer kleine theoretische und praktische Aufgaben, die dann bewertet werden“, erklärt Wilhelm Grafen, Geschäftsführer für die Bildungszentren bei der Handwerkskammer. „Wir beurteilen aber nicht nur das Fachliche, sondern auch die Sozialkompetenz in der Gruppe, das ist im Handwerk heute ebenso wichtig.“

Insgesamt acht Schulen aus der Städteregion sowie aus Düren schicken in diesem Jahr ihre Teams aus der 9. Klasse gegeneinander in den Wettbewerb. Für diese gilt es dann, unter Anleitung erfahrener Ausbildungsmeister unterschiedliche Aufgaben in Gewerken wie Metallbau, Elektrik, Kraftfahrzeug-Handwerk oder Heizung und Sanitär zu meistern.

Verborgene Talente entdecken

Schüler ab der 8. Klasse können wiederum beim Talente-Test mitmachen und herausfinden, wie viel Handwerk in ihnen steckt. „Der Test ist vor allem dazu da, einmal verborgene Talente wiederzuentdecken, von denen vielleicht manche noch gar nichts gewusst haben“, sagt Grafen. Diese Tests seien auch anerkannt als Berufsfelderkundungen, die aber noch zu wenig flächendeckend von den Betrieben angeboten würden. In erster Linie, so betont Grafen, stehe aber immer der Spaß und die ungezwungene Auseinandersetzung mit der eigenen beruflichen Zukunft im Mittelpunkt.

Für Technikbegeisterte ist dann auch die Fachhochschule Aachen vor Ort, die mit einem 3D-Drucker Einblicke in diese immer wichtiger werdende Technologie bietet. Es kann auch ein Baggerschein gemacht werden, und eine Drohne zeigt ihre Möglichkeiten im Dachdeckerbereich.

Insgesamt bietet sich also eine gute Gelegenheit für Schüler, Studienabbrecher, oder einfach Leute, die eine berufliche Neuorientierung anstreben, sich einmal umzusehen. „Viel Handwerk ist inzwischen in die Randgebiete der Städte gezogen und so für die Leute kaum noch erlebbar“, weiß Wilhelm Grafen. Das soll sich an diesem Tag ändern – mit der Möglichkeit, die Sache gleich selbst buchstäblich in die Hand zu nehmen.

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