Suspendierter Schulrat: FDP und SPD fordern Erklärung

Von: Marlon Gego
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Inklusion
Behinderte Kinder in Nordrhein-Westfalen haben ab dem Schuljahr 2014/15 ein Recht auf gemeinsamen Unterricht mit nichtbehinderten - zunächst in den Klassen 1 und 5. Foto: dpa

Städteregion Aachen. Nach dem Bericht über die Suspendierung des Aachener Schulrats Norbert Greuel fordert die FDP eine Erklärung von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne). Die schulpolitische Sprecherin der nordrhein-westfälischen FDP, Ingola Schmitz aus Nörvenich, ist „zutiefst besorgt über das Vorgehen der Bezirksregierung Köln gegen die Förderschulen in der Städteregion Aachen“, wie sie am Donnerstag in einer Mitteilung erklärte.

 „Wir erhalten kontinuierlich Rückmeldungen zur katastrophalen Unterrichtsversorgung an Förderschulen. Schulministerin Löhrmann und die Bezirksregierung unternehmen offensichtlich nicht die benötigten Anstrengungen, gerade für die schwächsten Kinder und Jugendlichen den Unterricht sicherzustellen“, kritisierte Schmitz.

Greuel ist seit den Sommerferien suspendiert, die Bezirksregierung vermutet nach Informationen unserer Zeitung, dass er der Initiator eines Briefes war, den die Leiter der etwa 40 Förderschulen in der Städteregion unterzeichneten und an alle Bürgermeister und den Städteregionsrat schickten. Ein Drittel der Unterzeichner erhielt einen Eintrag in die Personalakte.

„Statt sich mit der vielfach berechtigten pädagogischen Kritik an der verfehlten und qualitätslosen Umsetzung der Inklusion unter Rot-Grün auseinanderzusetzen, verteilt die Schulverwaltung unter Ministerin Löhrmann Maulkörbe an Pädagogen“, heißt es weiter in Schmitz‘ Mitteilung. Die FDP werde im Landtag in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung am kommenden Mittwoch von Ministerin Löhrmann Aufklärung zu den Vorgängen in Aachen verlangen.

Auch die vier SPD-Landtagsabgeordneten aus der Region sind "irritiert über das Verhalten der Bezirksregierung Köln" und "fordern eine umgehende Stellungnahme", wie die Aachener Landtagsabgeordnete Daniela Jansen am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung erklärte.

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