Start der Schultheatertage: Von König Leo bis zur wilden Jugendgang

Von: Matthias Hinrichs
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Bühne frei für die 6. Schultheatertage: Die Pennäler von der Montessori-Grundschule Eilendorf läuteten das große Festival in der Städteregion mit vielen jungen „Kollegen” und viel Spaß am Spiel im Theater-Foyer Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Gar keine Frage: Dieser „kleine Tag” ist ganz groß rausgekommen. Nicht nur, weil die jungen Künstler von der Stolberger Grundschule Hermannstraße mit dem gleichnamigen Stück von Rolf Zuckowsky das Eis in der Kammer des Theaters Aachen gebrochen haben.

Von wegen - Eis. Noch bevor die Großen - mit OB Marcel Philipp und Schuldezernent Wolfgang Rombey quasi sogar die größten Vertreter der Stadt - am Montagabend so ziemlich alle Bühnen des Grenzlandes offiziell freigegeben haben, ließ der Auftritt der kleinen Kupferstädter im größten Kunsthort der Region bereits ahnen: Die Schultheatertage der Städteregion haben sich als kreativer Dauerbrenner längst zum denkbar schönsten Flächenbrand der Fantasie gemausert.

Dezernent hat leichtes Spiel

Leichtes Spiel hatte da also nicht nur der Herr Rombey, als er am Nachmittag im Spiegelsaal des Theaters vor Hunderten von sichtlich begeisterten Steppkes nebst (mindestens genauso lampenfiebernden) Pädagogen sprach: „Mit 1800 Schülern aus 50 Einrichtungen ist dieses Festival mittlerweile sogar international, weil es auch Aufführungen von belgischen und niederländischen Einrichtungen gibt.”

Und das macht natürlich auch dem Dezernenten mächtig viel Spaß. Denn: „Es ist längst bewiesen, dass Theaterspielen ganz wichtig ist, damit Kinder sich prima entwickeln - auch in der Schule, und sogar in Mathe.”

Geschenkt! Die Rechnung der vielen Organisatoren hinter den Kulissen - allen voran Jutta Kröhnert von der Initiative Akut und Grundschullehrerin Elke Kunst - ist jedenfalls genauso prima aufgegangen wie die der Pennäler, die ein zuckersüßes Dessert zum 50-Gänge-Menü in Sachen Bühnenkunst servierten.

Erste Herzen - aber keine Zunge! - brachen, als die Jungmimen der Grundschule Am Höfling einen Appetitmacher aus „Farbon oder die Phiole für Rebofa” kredenzten. Flockig und cool moderierten Silvia Möller und Niklas Nienaß, ihres Zeichens Oberstufler am Rhein-Maas-Gymnasium, die kleine, aber feine Stafette der Stars im Foyer. Mal federleicht - wie bei einer rasanten Jonglage-Nummer der „Configuranis” von der Viktoriaschule -, mal tierisch turbulent - wie beim Hochzeitstag von König Leo XXIX., also des 29. Herrschers aller Vierbeiner, zu dem die Montessori-Grundschule Eilendorf lud.

Okay: Beim Jugendstück „Betreten der Baustelle verboten” der Förderschule Nordeifel ging es allerdings schon nicht mehr so feierlich zu. Zwei verfeindete Gangs gingen da sogar mit Holzknüppeln auf einander los - bis hinter den Kulissen die erste Polizeisirene lärmte...

Musikalischer kamen da die Grundschüler von der Gerlachstraße und die Gymnasiasten vom Inda daher. Sie präsentierten witzige Raps frei nach Knisters Buchhit „Die Sockensuchmaschine” und dem Rockmusical „Western Casting oder: Rodeo um Julia”.

Ein heißer Ritt durch die Genres und (Alters-)Klassen also ist bei den 6. Schultheatertagen allemal garantiert. Bis Ende Juni sind die Aufführungen auf sechs renommierten Bühnen der Region zu erleben...

Alle Vorstellungen der Schultheatertage können zum Nulltarif besucht werden. Allerdings ist eine Anmeldung unter 0241/27458 unbedingt erforderlich, da zahlreiche Termine bereits komplett ausgebucht sind.
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