Städteregionsrat: „Finanzielle Solidarität wichtiger als Visionen”

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:
feier_bild
Symbolisches Auspusten der ersten Geburtstagskerze: Städteregionsrat Helmut Etschenberg (2.v.l.) und seine Stellvertreterin Christiane Karl (3.v.l.) mit den Bürgermeistern Rudi Bertram (v.l.), Dr. Willi Linkens, Magga Ritter, Karl-Heinz Hermanns und Manfred Eis. Foto: Ralf Roeger

Aachen. So ganz konnte - und wollte - sich Städteregionsrat Helmut Etschenberg bei der ersten Geburtstagsfeier der Städteregion dann doch nicht eine Antwort auf Carl Meulenbergh und Dr. Jürgen Linden verkneifen.

Hatten der ehemalige Landrat und der Alt-OB als Initiatoren der Städteregion im Redaktionsgespräch unter anderem bemängelt, dass es der Städteregion an Visionen für die Bürger fehle, befand Etschenberg am Donnerstag vor dem Hintergrund seines bereits zuvor angekündigten Kurswechsels in der Finanzpolitik: „Wir streben eine neue Solidarität mit den zehn regionsangehörigen Kommunen an. Und indem wir unser Defizit nicht durch eine erhöhte Regionsumlage, sondern durch den Griff in unsere Rücklage decken wollen, schonen wir die Kommunen. Das ist eine viel wichtigere Botschaft, als heute Visionen zu verkünden.”

Zugleich sei eine deutlich engere Kooperation mit den Bürgermeistern und den Kommunen ein wichtiges Thema der Zukunft.

„Sehen, was machbar ist”

Unterstützung fand er beim Baesweiler Bürgermeister Dr. Willi Linkens. „Wir müssen eine Politik entwickeln, die realitätsnah ist. Wir müssen sehen, was machbar ist”, sagte Linkens, der in den kommenden zwölf Monaten die regelmäßig tagende Bürgermeisterrunde leitet und dem Städteregionsrat für „diese Bewusstseinsentwicklung” dankte und bekannte, dass das „Angebot, das städteregionale Haushaltsdefizit über die Ausgleichsrücklage zu tragen, uns überrascht hat”.

Dabei lobte er Etschenberg als Partner, der „mit großem Engagement, menschlichem Einfühlungsvermögen und gemeindefreundlichem Denken” an der Zukunft der Städteregion arbeite. Gleichwohl betonte er. dass es Etschenberg „mit zehn selbstbewussten Bürgermeistern” zu tun habe, die „keine weiteren Zuständigkeiten abgeben wollen”.

Im Mittelpunkt der kurzen Geburtstagsfeier zur Mittagspausenzeit im gut gefüllten Foyer des Städteregionshauses an der Aachener Zollernstraße standen für alle Redner indes die Mitarbeiter. „Mit Stolz kann ich sagen, dass die Mitarbeiter die zum Teil neuen Aufgaben nicht nur angenommen, sondern auch den Dienstleistungsauftrag für die Bürger erfüllt haben. Das ist zwar nicht spektakulär, aber wichtig”, meinte der Verwaltungschef über die Arbeit der rund 1450 Mitarbeiter in den vergangenen zwölf Monaten.

Auch Hans-Dieter Junger dankte als stellvertretender Personalratschef den Beschäftigten für die erfolgreiche Arbeit. Und er betonte, dass gerade auch in den fusionierten Ämtern überwiegend harmonisches zusammengearbeitet werde.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert