Städteregion - Städteregion soll Basis für den Regiosportbund sichern

Städteregion soll Basis für den Regiosportbund sichern

Von: gro
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Städteregion. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegen mitunter Welten. Das musste der Regiosportbund (RSB) schon im September 2014 erfahren, als ihm im Zuge des mit der Städteregion abgeschlossenen „Pakts für den Sport“ von der Politik lediglich 8000 statt der gewünschten 25.000 Euro als jährlicher Zuschuss gewährt wurden.

Fünfeinhalb Jahre nach seiner Gründung steht der RSB nun erneut vor einer bedeutsamen Weichenstellung. Denn mit dem Auslaufen der Förderung durch den Landessportbund zum Jahresende müssen neue Wege der Finanzierung gefunden werden.

Einer von ihnen wird wohl über die Erhebung von Beiträgen führen. Aktuellen Planungen zufolge sollen ab 1. Januar 2017 jährlich 70 Cent pro erwachsenem Mitglied eines Sportvereins fällig werden, der dem Regiosportbund angehört. Die Mitgliedschaft im RSB wiederum ist für die Klubs Voraussetzung, um Fördergelder des Landessportbundes zu erhalten. Alleine das ist schon ein guter Grund, Mitglied im Regiosportbund zu sein. Allerdings könnte die Neuregelung dazu führen, dass Vereine ihre Beiträge erhöhen müssen, hat Judith Blau in Gesprächen mit der Verwaltung zu bedenken geben. Die RSB-Geschäftsführerin war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Ganz im Gegensatz zu Martin Peters, dessen Fraktion im Vorfeld der heutigen Sitzung des für Sport zuständigen Kinder- und Jugendhilfeausschusses einen Antrag eingebracht hat. In diesem plädiert die SPD für eine „Bezuschussung aus kommunalen Mitteln“ und schlägt konkret die Zahlung von 35 Cent pro erwachsenem Mitglied und Jahr vor. In der Summe wären das laut Peters rund 15.500 Euro, die allerdings nicht zusätzlich aufgebracht, sondern aus einem anderen Topf entnommen werden sollen. „Wir halten es für sinnvoller, den ehrenamtlichen Sport zu stärken, als Buchenhecken in der Eifel zu prämieren“, stellt der Fraktionsvorsitzende mit Blick auf einen entsprechenden Posten im städteregionalen Haushalt fest .

Allerdings sind die dort veranschlagten 18.600 Euro Bestandteil des Strukturkonzeptes und werden in Anlage 2 des von Städteregionsrat Helmut Etschenberg vorgelegten Werkes als Einsparpotenzial aufgeführt. Entsprechend skeptisch fällt dann auch die Stellungnahme der Verwaltung aus, die nach Aussage von Bildungs- und Kulturdezernent Markus Terodde „aus grundsätzlichen Überlegungen“ nicht vorschlagen möchte, „zusätzliche freiwillige Leistungen zur Kompensation ausfallender Landesmittel zu übernehmen“. Der Regiosportbund wiederum hatte laut Verwaltung zuvor darauf verwiesen, dass er seine Arbeit und Servicedienste ab dem nächsten Jahr ohne „Basismittel“ nicht mehr im bisherigen Umfang leisten könne.

Das Thema besitzt also durchaus Brisanz. Man darf gespannt sein, wie sich die übrige Politik in einer ersten Debatte im heutigen Ausschuss zum Vorschlag der SPD positionieren wird. Die Verwaltung würde eine Entscheidung am liebsten auf den Herbst verschieben. Dann könnte eine eventuelle Bezuschussung des Regiosportbundes über die bis dato gewährten 8000 Euro hinaus im Zuge der Haushaltsberatungen 2017 behandelt werden.

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