Städteregion präsentiert sich auf der Euregio Wirtschaftsschau

Von: Jutta Geese
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Lockere Atmosphäre: Am Stand der Städteregion fachsimpeln Tourismusexperten aus verschiedenen Grenzregionen untereinander und mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg (Mitte, neben Tourismusdirektor Wieslaw Dzierzba aus dem polnischen Partnerkreis Jelenia Góra) und werben für ihre Region. Fotos (2): Ralf Roeger Foto: Ralf Roeger
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Quiz zur Städteregion: Am Glücksrad entscheidet sich, aus welchem Bereich man Fragen beantwortet muss, um etwas zu gewinnen. Foto: Ralf Roeger

Städteregion. Manch einer schaut verwundert auf die Plakate und fragt sich, was denn wohl die Städteregion mit dem Landkreis Bamberg zu tun haben mag. Des Rätsels Lösung: Beide sind Partner des polnischen Kreises Jelenia Góra. Und deshalb darf sich der Landkreis Bamberg wie dieser auch am Stand der Städteregion auf der Euregio Wirtschaftsschau in der Aachener Soers präsentieren.

Mit von der Partie sind zudem der deutsch-französische Eurodistrict SaarMoselle und die tschechische Stadt Jablonec nad Nisou. Alle zusammen sind sie Teil des von der Europäischen Union geförderten Projektes „GreKo“, einem Netzwerk grenzanliegender Kommunen zu den Themen Bildung und Regionalmarketing.

In dem Projekt geht es vor allem um Erfahrungsaustausch und darum, voneinander zu lernen, sagt Thomas König, Leiter des städteregionalen Amtes für Regionalentwicklung und Europa. Die Kernfrage laute: Wie kann sich eine Region bei den Bürgern bekannt machen, den eigenen wie auch potenziellen Touristen? Wobei für Siegfried Wagner vom Landratsamt Bamberg die Frage, ob Regionalmarketing – etwa unter dem Blickwinkel Sport: Aachen mit Reiten, Jelenia Góra mit Wintersport oder Bamberg mit Laufen – etwas bringt, beantwortet ist: „Wir haben das wissenschaftlich untersuchen lassen, mit dem für die Politik überraschenden Ergebnis: Investitionen rechnen sich in der Regel nicht. Die Regionen werden zwar bekannter und als attraktiver wahrgenommen, aber ökonomisch bringt es nicht viel.“

Dennoch: Klappern gehört zum Handwerk, und so präsentieren sich die GreKo-Mitglieder gemeinsam auf diversen Messen oder berichten sich gegenseitig von Erfahrungen mit diversen Marketing- instrumenten. Dieser Austausch bringt allen viel, betont Marta Prochazkova, Direktorin des Euozentrums in Jablonec nad Nisou.

Zumal er weit über das Thema Marketing hinausgeht. „Wir lernen wirklich viel“, bestätigt Thomas König. „Wir tauschen uns darüber aus, wie man mit Bevölkerungsrückgang im ländlichen Raum umgeht, mit Fachkräftemangel oder mit dem Problem, dass Tiurismus ein Saisongeschäft ist. Bei all diesen Themen muss man grenzüberschreitende Ansätze entwickeln“, sagt er und wird von Tourismusdirektor Wieslaw Dzierzba aus Jelenia Góra bestätigt. Seit fast 25 Jahren – kommendes Jahr wird Jubiläum gefeiert – sind der polnische Kreis und die Städteregion als Nachfolgerin des Kreises Aachen Partner und pflegen einen regen Austausch, von dem beide Seiten profitieren. Mit diesen Erfahrungen bereichern sie jetzt das Projekt „GreKo“.

Dessen Schwerpunktthema ist derzeit der Bereich Bildung, sagt Renate Kühhorn vom Landratsamt Bamberg. Da sei die Städteregion mit dem Bildungsbüro, dem Netzwerk außerschulischer Lernorte und der Beteiligung von Jugendlichen vorbildlich. Das sieht auch Sven Uhrhan vom Regionalverband Saarbrücken so. „Die Städteregion ist da federführend.“ Insbesondere die Kooperationen zwischen Unternehmen und Schulen sowie das Programm „Lernen vor Ort“ hält er für nachahmenswert. Etschenberg haben die Gespräche mit den europäischen Partnern darin bestärkt, wie wichtig grenzüberschreitende Bildungsprojekte sind, sagt er. Nur so könne man nationalistischen, rechtsextremen Tendenzen entgegenwirken.

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