Städteregion - Stabile Verhältnisse in städteregionalen Schulen

Stabile Verhältnisse in städteregionalen Schulen

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
14804063.jpg
Das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Aachen (unser Bild) verzeichnet gegenüber dem vergangenen Schuljahr leicht gestiegene Schülerzahlen. Insgesamt sind nach Aussage der Verwaltung alle Berufskollegs und Förderschulen in städteregionaler Trägerschaft gesichert. Foto: Michael Grobusch

Städteregion. Die Schülerzahlen an den Schulen in städteregionaler Trägerschaft sind stabil. Sowohl die neun Berufskollegs (an zehn Standorten) als auch die sieben Förderschulen haben gegenüber dem Vorjahr kaum Änderung zu verzeichnen. Das geht aus der amtlichen Statistik hervor, die die Verwaltung jetzt veröffentlicht hat.

Eine Ausnahme – in allerdings überschaubarem Ausmaß – bildet das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Aachen (Lothringer Straße), das erstmals seit drei Jahren wieder einen leichten Aufwärtstrend erlebt und zum Erfassungszeitpunkt 104 Schüler mehr zählte als im Vorjahr. Die Gesamtzahl lag damit bei 2208. Das Berufskolleg für Gestaltung und Technik (Neuköllner Straße in Aachen) hingegen verzeichnete einen Rückgang von 140 auf nunmehr 2197 Schüler.

Auffällig ist zudem, dass die Nachfrage bei den dualen Fachklassen etwas nachgelassen hat. Hier gibt es nach Verwaltungsangaben ein Minus von 1,5 Prozent, die Schülerzahl sank im laufenden Schuljahr gegenüber 2015/16 um 157 auf nunmehr 10 420. „Im Vergleich zum Schuljahr 2012/13 beträgt der Rückgang sogar 683 Schüler, das macht 6,15 Prozent“, berichtet Dezernent Gregor Jansen.

Zuwachs in allen Schwerpunkten

An den sieben Förderschulen der Städteregion sind die Zahlen derweil leicht steigend. 944 Schüler bedeuten in der Summe ein Plus von 1,17 Prozent (elf Schüler). Minimalen Zuwachs gibt es laut Verwaltung in sämtlichen von der Städteregion abgedeckten Förderschwerpunkten – Sprache, geistige Entwicklung sowie emotionale und soziale Entwicklung.

„Das belegt, dass unsere Förderschulen auch in Zeiten einer zunehmend inklusiven Beschulung an Regelschulen im Rahmen des Elternwahlrechts weiter stark gefragt sind. Es war also eine absolut richtige Entscheidung, alle aufrechtzuerhalten“, stellt Gregor Jansen zufrieden fest.

Diese Zufriedenheit wird auch von den Mehrheitsfraktionen geteilt: „Wir sehen uns politisch in vollem Umfang bestätigt“, erklärt Wolfgang Königs (CDU) für die schwarz-grüne Koalition. „Sämtliche Schulen sind lebensfähig. Wir werden unseren Weg weitergehen und auch in Zukunft versuchen, durch attraktive Angebote die Schülerzahlen zu halten.“ Bestätigung erfährt er von der SPD. „Die weitsichtige Schulentwicklungsplanung hat sich bewährt“, meint René Maaßen.

Das könnte so auch mit Blick auf die Einrichtungen des zweiten Bildungsweges festgehalten werden. Denn erneut musste das Abendgymnasium eine sinkende Nachfrage verkraften. Für das laufende Schuljahr haben sich nur noch 235 Interessenten angemeldet, 32 weniger als im Jahr zuvor.

Noch deutlicher fällt die Tendenz bei der Abendrealschule aus, der mit 89 Schülern statistisch betrachtet innerhalb eines Jahres gut ein Viertel der Schüler verloren ging (260 Anmeldungen). „Die Entwicklung belegt, dass die Zusammenführung der Bildungsgänge ‚Kolleg‘ und ‚Abendgymnasium‘ der Sicherung des zweiten Bildungsweges dient“, erklärt Gregor Jansen.

Suche nach Standort läuft

Zum 1. August, so hat es der Schulausschuss nach langer Vorbereitung am 6. Februar beschlossen und der Städteregionstag exakt zwei Monate später bestätigt, werden die beiden Einrichtungen ihr Angebot als „Weiterbildungskolleg der Städteregion“ bündeln. Hauptstandort ist das bisherige Euregio-Kolleg an der Friedrichstraße in Würselen, ein neuer (und gleichwertiger) Standort in Aachen, der das Provisorium an der Eintracht-straße in spätestens vier Jahren ablösen soll, wird von der Stadt noch gesucht.

Zu dessen Einweihung dürfte der zweite geplante Fusionsschritt unterdessen bereits vollzogen worden sein. Denn die städteregionale Abendrealschule soll ebenfalls in das neue Weiterbildungskolleg integriert werden. An der Notwendigkeit dieses Schrittes gibt es in Politik und Verwaltung keine Zweifel. „Die zahlenmäßige Entwicklung legt nahe, dass auch dies sachgerecht ist“, stellt Dezernent Jansen fest.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert